Traktor von Deutz-Fahr auf dem Feld

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Neue Serie 8: Was die Traktoren wirklich können

Die BauernZeitung konnte die neuen Traktoren von Deutz-Fahr mit einer maximalen Leistung von bis zu 340 PS Probe fahren.

Die landwirtschaftlichen Betriebe werden größer. Damit wird auch das obere PS-Segment immer wichtiger – sowohl für Landwirte als auch für Hersteller. Mit der neuen Serie 8 will Deutz-Fahr dieses Segment intensiv bearbeiten. Bei Probefahrten in der Nähe des Traktorenwerks in Lauingen, wo demnächst die Serienproduktion startet, haben die Maschinen einen guten ersten Eindruck hinterlassen: Traktoren, in  denen man sich wohl fühlt – mit viel Kraft, Komfort und smarten Funktionen. Viele davon sind intuitiv nutzbar, manchmal ist Einarbeitungszeit notwendig.

SigmaVision-Kabine

Die neue Vier-Pfosten-Kabine bietet jede Menge Raum, Drei-Zonen-Klimatisierung und gute Rundumsicht. Der hinter der A-Säule liegende Auspuff ist vom Fahrersitz kaum sichtbar. Die Kabine ist vollständig isoliert und wird von einem neuen Luftfederungssystem getragen. Ausstattungsmerkmale wie etwa der bis zu 45 Grad nach rechts verdrehbare Sitz mit Massagefunktion und DualMotion-Kopfstütze sowie Low-E-beschichtete Scheiben erhöhen den Komfort weiter. Die markante LED-Signatur des Frontlichts und das Voll-LED-Beleuchtungssystem verbessern Sichtbarkeit und Präsenz.

Ins Auge fallen in der Kabine die beiden Displays: das iCluster mit 15 Zoll an der A-Säule – es soll das größte am Markt sein – und der 12,8-Zoll-iMonitor 5 neben der iControl-Armlehne. Auf dem iCluster werden alle wichtigen Informationen für die tägliche Arbeit angezeigt, der iMonitor 5 mit Touchscreen-Funktion erlaubt schnellen Zugriff auf wichtige Funktionen und die Programmierung von Ansichten nach eigenen Bedürfnissen.

Der iMotion-Joystick kann jetzt auch nach rechts geschoben werden, um den Tempomat zu aktivieren und nach links, um den Richtungswechsel zu initiieren. Dazu kommt der neue Kreuzhebel-Joystick mit neuer Ebenenverwaltung für anpassbare, intuitive Bedienung.

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Der verdrehbare Sitz mit iControl-Armlehne, iMonitor 5, iMotion- und Kreuzhebel-Joystick

Smarte Lösungen

Die neue elektronische Architektur ermöglicht die Integration von SDF Smart Farming Solutions einschließlich automatischer Spurführung, Isobus, Xtend (Erweiterung des Anzeigenbereichs etwa mit einem Tablet) und Telematik. Laut Werksangaben unterstützt das System die Integration von Digitalkameras und ist für Deutz-Fahr Tags (Tractor Assisted Guidance System) vorgerüstet. Mit der myDeutz-Fahr-App haben Landwirte Kontrolle über ihre Maschinen, Betriebsabläufe und die Verbindung zur Welt von Deutz-Fahr.

Motor: FPT statt Deutz

Die 6-Zylinder-Aggregate mit 6,7 Liter Hubraum und eVTG-Turbolader stellen beim 8310 TTV eine maximale Leistung von 313 PS und beim 8340 TTV von 340 PS zur Verfügung. Die Motoren kommen nicht von Deutz, sondern von FPT und heißen N67.

Sie sind in einer Entwicklungspartnerschaft entstanden. „Die Kombination der führenden Antriebslösungen von FPT – mit über zwei Millionen produzierten Motoren und einer nachgewiesenen Zuverlässigkeit – mit dem technischen Know-how von SDF war von entscheidender Bedeutung“, so Alessandro Maritano, Chief Commercial Officer von SDF.

„Der Motor passt zu der neuen Serie sehr gut, weil er wirklich kompakt und vom technischen Standard sehr, sehr gut ist“, sagt Florian Miller, Leiter Versuch SDF Deutschland. So ist er HVO-kompatibel, verfügt über ein Ölwechselintervall von 1.000 Stunden und soll schnelle Reaktionsfähigkeit und Kraftstoffeffizienz ermöglichen. Mit der patentierten HI-eSCR2-Abgasnachbehandlungstechnologie erreicht er die vorgeschriebenen Grenzwerte ohne Abgasrückführung (EGR). Zusätzlich wurden eine speziell entwickelte Ölwanne und eine integrierte Motormanagement-Software speziell für die Anforderungen der neuen Deutz-Fahr 8er-Serie TTV entwickelt. Ein robustes Aluminium-Kühlsystem soll optimale thermische Effizienz auch unter anspruchsvollsten Bedingungen garantieren.

Übertragen wird die Kraft auf den Boden mit dem stufenlosen TTV-Getriebe, das automatisch vier Fahrbereiche ansteuern kann. Um Fahrkomfort und Stabilität zu erhöhen, wurde eine neue Vorderachsfederung mit extra langer Schwinge eingebaut. Trockene Scheibenbremsen sorgen bei Höchstgeschwindigkeiten bis zu 60 km/h für notwendige Sicherheit.

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Der auf die Serie 8 abgestimmte N67-Motor von FPT hat ein Ölwechselintervall von 1.000 Stunden.

Genügend Kraft für Geräte

Der Heckkraftheber der neuen Serie 8 hat laut Firmenangaben eine Hubkraft von 12.000 kg, der Frontkraftheber von 5.450 kg. Der Durchfluss des Load-Sensing-Hydrauliksystems beträgt bis zu 220 l/min. Fünf elektronische Steuerventile am Heck sowie ein neues LowFlow-Ventil für den hydraulischen Oberlenker stehen zur Verfügung. Die neuen Druckentlastungshebel im Heck sollen ein müheloses Ankuppeln ermöglichen. Getrennte Hydraulik- und Getriebetanks sind vorhanden.

Die neuen Traktoren sollen schon bestellbar und ab Juli lieferbar sein. In Österreich ist geplant, dass sie nach Demoshows auf der Messe in Wels (agraria, 25. bis 28. November) vorgestellt werden. „Die Erwartungen sind groß“, so Farrukh Zeynalov, der unter anderem den Verkauf in Österreich leitet.

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