Alljährlich legt die Rinderzucht Austria eine Übersicht der über Versteigerung und ab Hof vermarkteten Zuchtrinder samt den erzielten Preisen vor. 2025 wurden demnach 124 Versteigerungen durchgeführt und damit um sechs mehr als 2024. „Die Bilanz für die heimischen Züchterinnen und Züchter fällt durchaus erfreulich aus“, heißt es vom Dachverband der Zuchtorganisationen. Über alle Rassen und Kategorien – weibliche Zuchtkälber ausgenommen – stieg der Durchschnittspreis um 269 Euro netto. Der durchschnittliche Verkaufspreis betrug stolze 2.728 Euro.
Erstlingskühe am gefragtesten
Auch die Absatzrate der gut 22.000 aufgetriebenen Tiere ist beachtlich. 97 Prozent fanden einen Käufer. Die höchsten Durchschnittspreise wurden naturgemäß bei Stieren erzielt. 534 verkaufte Tiere erreichten einen Durchschnittspreis von 3.338 Euro. Deutlich übertroffen wurde dieses Niveau von Grauvieh-Zuchtstieren. Diese erzielten im Mittel der 26 verkauften Stück einen Preis von 4.697 Euro. Fleckvieh-Stiere kamen trotz großer Anzahl auf überdurchschnittliche 3.345 Euro. Die zahlenmäßig stärkste Kategorie der Erstlingskühe erlöste im Mittel 2.973 Euro pro Kuh und damit um gut 400 Euro mehr als 2024. Hier hatten Holstein-Rinder mit im Schnitt 3.141 Euro pro Kuh die Nase vorn.
Bei Zuchtkalbinnen kletterten die Preise ebenso nach oben. Im Mittel wurde für 2.609 Euro verkauft. Nochmals darüber lag der Durchschnitt der 4.918 vermarkteten trächtigen Fleckviehkalbinnen. Sie wurden für 2.646 Euro abgesetzt.
Mehr als 70 Prozent gingen in den Export
Was den Absatz betrifft, wird seitens der Rinderzucht Austria betont: „Der Export nimmt in der Zuchtviehvermarktung eine zentrale Rolle ein.“ Das zeigen auch die Statistiken. Von insgesamt rund 31.000 vermarkteten Tieren aus Versteigerungen und Ab-Hof-Verkäufen wurden 71,5 Prozent ins Ausland verkauft. Das sind mehr als 21.000 Tiere. Den Löwenanteil der Ausfuhren stellte naturgemäß die Rasse Fleckvieh mit rund 17.130 exportierten Tieren. Interessantes Detail: Bei den Holsteins fiel wiederum der rassespezifische Exportanteil mit mehr als 80 Prozent am höchsten aus. 1.866 HF-Zuchttiere wurden ins Ausland abgesetzt. Ähnlich hoch fällt dieser Anteil bei Brown-Swiss-Rindern aus. „Allein durch den Export ergab sich eine zusätzliche Wertschöpfung von rund 47 Mio. Euro für die heimischen Rinderbauern“, wird betont. Insgesamt wurde mit heimischer Genetik im Vorjahr übrigens ein Umsatz von 65 Mio. Euro generiert.
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