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ARGE Rind: Qualitätsprogramme tragen Rindfleischmarkt

Mehr als drei Viertel der österreichischen Schlachtrinder werden mittlerweile über Qualitätsfleischprogramme vermarktet. Die ARGE Rind verbucht das als Erfolg.

Exakt 75,6 Prozent der heimischen Qualitätsrinder werden inzwischen über Qualitätsfleischprogramme vermarktet. Damit seien diese Programme zur tragenden Säule der österreichischen Rindfleischwirtschaft geworden, betonte die ARGE Rind bei ihrer Generalversammlung Ende Juni. Sie würden nicht nur die Herkunft absichern und die Fleischqualität verbessern, sondern auch einen wesentlichen Beitrag zur Wertschöpfung auf den bäuerlichen Betrieben leisten.

Nach Angaben der Vermarktungsorganisation spielt dabei auch die gemeinsame Preisbildung eine zentrale Rolle. Da Österreich mit einem Eigenversorgungsgrad von rund 145 Prozent stark exportorientiert ist, orientieren sich die Erzeugerpreise am europäischen Markt. Durch die Bündelung der Vermarktungsmengen sowie abgestimmte Preisverhandlungen sollen stabile Preise und Planungssicherheit für die Produzenten gewährleistet werden.

Zu den erfolgreichsten Qualitätsprogrammen zählt das Gastronomieprogramm M-Rind, das mittlerweile von mehr als 13.500 Gastronomiebetrieben genutzt wird. Auch Programme wie Almo „Fair zum Tier“, Kalb Rosé Austria, Bio-Rind oder Qplus Rind sollen zusätzliche Wertschöpfung schaffen und Tierwohl, Nachhaltigkeit sowie regionale Herkunft stärken.

Internationale Trends erhöhen Druck

Trotz der positiven Bilanz sieht die Branche wachsende Herausforderungen. Internationale Handelsabkommen wie Mercosur, zunehmende Billigimporte sowie ein steigender Anteil importierter Ware in Gastronomie und Handel verschärften den Wettbewerbsdruck auf die heimische Produktion. Gleichzeitig gewinne angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage für viele Konsumenten wieder der Preis an Bedeutung.

Auch strukturelle Entwicklungen wie sinkende Rinderbestände, steigende Anforderungen im Tiergesundheitsbereich sowie künftige Klima- und Emissionsvorgaben beschäftigen die Branche.

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Bei der Generalversammlung der ARGE Rind zieht man eine positive Bilanz.

Bei der Generalversammlung sprach sich daher auch EU-Abgeordneter Alexander Bernhuber für strengere Herkunftskontrollen und faire Wettbewerbsbedingungen aus.

Für die ARGE Rind bleibt deshalb eine enge Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette entscheidend. Nur mit einer geschlossenen Vermarktung sowie starken Qualitätsprogrammen lasse sich die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Rindfleischproduktion langfristig sichern.

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