Vor der Abreise: Tipps gegen Lebensmittelverschwendung

Kurz vor der Abreise steht in vielen Küchen dieselbe Frage: Wohin mit dem Rest im Kühlschrank? Mit etwas Planung lässt sich vermeiden, dass Lebensmittel im Müll statt auf dem Teller landen.

Geöffneter Kühlschrank mit frischem Gemüse wie Karotten, Salat, Paprika, Käse, Äpfeln und verschiedenen Saucen auf mehreren Regalen.

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In Österreichs landen laut der Tafel jährlich rund eine Million Tonnen Lebensmittel im Müll, das entspricht etwa 74 Kilogramm pro Kopf, wovon etwa 40 Kilogramm vermeidbar wären. Am häufigsten betroffen sind Brot-, Süß- und Backwaren, gefolgt von Obst und Gemüse. Für Betriebe, die selbst produzieren und ernten, ist das ein besonders unangenehmer Gedanke: Wer weiß, wie viel Arbeit, Wasser und Fläche in ein Lebensmittel fließen, will es ungern im Restmüll wiederfinden.

Erst Inventur, dann Speiseplan

Wer einen Urlaub plant, sollte sich schon die Tage davor Gedanken machen, was sich noch alles im Kühlschrank befindet. So könne man unnötiges Wegwerfen von Lebensmitteln vermeiden. Denn wer weiß, was noch vorhanden ist, kauft nicht aus Versehen doppelt ein, etwa den Becher Topfen, der sich hinter dem Joghurt versteckt hat. Auf die Inventur folgt die Planung: Was lässt sich aus den vorhandenen Zutaten noch zubereiten?

Bewährte Resteverwerter sind ein gemischter Salat oder eine Gemüsepfanne mit Reis, Erdäpfeln oder Gnocchi, in der sich auch Schinken- oder Wurstreste unterbringen lassen. Sauerrahm, Schlag und Käse verschwinden gut in einem Auflauf. Auch ein bunter Suppentopf eignet sich und lässt sich einfrieren, um nach der Rückkehr schnell etwas Warmes auf dem Tisch zu haben. Am Abreisetag selbst kommt lässt sich unter anderem Gemüse in eine Dose oder direkt aufs Wrap oder Brot für die Fahrt anrichten. Auch Obst lässt sich vorschneiden oder unterwegs mit dem Taschenmesser verarbeiten.

Wer nach Ideen für die Resteküche sucht, findet online zahlreiche Websites, die Restl-Rezepte für übrig gebliebene Zutaten anbieten.

Wenn doch zu viel übrig bleibt: einfrieren oder verschenken

Bleibt trotz Planung verderbliche Ware übrig, gibt es zwei Wege: einfrieren oder weitergeben. Einfrieren lässt sich gut mit Brot, vielen Obst- und Gemüsesorten sowie mit Butter, Schnitt- und Hartkäse - am Stück oder gerieben. Obst und Gemüse sollten davor gewaschen, bei Bedarf geschält, entkernt oder entsteint und in küchenfertige Stücke geschnitten werden. Ein kurzes Blanchieren in kochendem Wasser tötet unerwünschte Mikroorganismen ab, macht Enzyme unwirksam, erhält Farbe und Vitamine und verkürzt später die Garzeit. Für die Tiefkühltruhe eignen sich Gefrierbeutel oder dicht schließende, gefriertaugliche Behälter. Wichtig ist eine Beschriftung mit Inhalt und Einfrierdatum, damit später nichts im Ungewissen bleibt. Was sich nicht einfrieren lässt oder keinen Platz mehr findet, kann in der Nachbarschaft, an Freunde oder Familie weitergegeben werden.

Ist der Kühlschrank am Ende weitgehend leer, bietet sich die Gelegenheit für eine gründliche Reinigung. Für die Zeit der Abwesenheit reicht danach der Urlaubsmodus oder eine niedrige Kühlstufe: Im geschlossenen Gerät bleibt es innen kühl genug, um die letzten Vorräte zu schonen.

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