Wegwerfen vermeiden

Portrait Katharina Berger

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Niemand wirft gerne Lebensmittel weg und doch passiert es in Österreich tagtäglich. Mehr als eine Million Tonnen genießbarer Lebensmittel landen hierzulande jährlich im Müll. Gleichzeitig leiden zwölf Prozent der Bevölkerung unter moderater bis schwerer materieller Ernährungsarmut. Dieses Ungleichgewicht vollständig zu beseitigen, wird vermutlich nie gelingen. Dennoch kann jeder im Kleinen etwas tun, etwa durch einfache Geruchs- oder Geschmackskontrollen, bevor etwas weggeworfen wird.

Auf übergeordneter Ebene wurde kürzlich die Allianz gegen Lebensmittelverschwendung und Armut gegründet. Sie vereint 36 Mitglieder aus Landwirtschaft, Handel, Gastronomie, Industrie, Logistik sowie Sozial- und Kommunalbereich. Ziel ist nicht nur die Reduktion von Lebensmittelabfällen und die Bekämpfung von Armut, sondern auch Bewusstseinsbildung: Menschen in Österreich sollen motiviert werden, sich in ihrem eigenen Umfeld gegen Verschwendung und Armut zu engagieren. Besonders die Landwirtschaft als Lebensmittelproduzent spielt eine zentrale Rolle. Allein 2025 konnten hier 300 Tonnen Frischware gerettet werden. Das ist ein Plus von 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bundesbäuerin Irene Neumann-Hartberger betont zudem die Bedeutung interner Kommunikation: Fällt eine Ernte aus, weil Aufwand und Gewinn nicht im Verhältnis stehen, kann die Allianz helfen, alternative Lösungen zu finden. Trotz all dieser Initiativen bleibt der erste Schritt bei jedem Einzelnen von uns: bewusst mit Lebensmitteln umgehen und Verschwendung vermeiden.

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