Pernkopf und Mayr

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Dürre 2026: Warum Wasser für Bauern zur wichtigsten Zukunftsfrage wird

Die anhaltende Dürre macht Wasser zum entscheidenden Produktionsfaktor. Das Kompetenzzentrum Bewässerung begleitet bereits 180 Projekte und zeigt, wie groß der Handlungsbedarf inzwischen ist.

Seit Monaten bleibt der Regen aus. In weiten Teilen Niederösterreichs ist heuer erst rund die Hälfte der üblichen Niederschläge gefallen, in manchen Regionen wurden seit Jahresbeginn nur rund 145 Millimeter gemessen. Die Dürre 2026 entwickelt sich damit zum Härtetest für die Landwirtschaft und macht deutlich: Wasser wird zum entscheidenden Produktionsfaktor für die heimische Lebensmittelversorgung.

Wie groß der Handlungsbedarf inzwischen ist, zeigt das Kompetenzzentrum Bewässerung. Seit seiner Gründung im Jahr 2020 hat die Einrichtung bereits rund 180 Projekte begleitet. Gefragt sind Lösungen für Wasserherkunft, Speicherteiche, Leitungs- und Pumpsysteme ebenso wie Beratung zu Förderungen und Genehmigungsverfahren. Auffällig ist, dass mittlerweile auch Regionen wie das Waldviertel verstärkt Unterstützung nachfragen.

Kompetenzzentrum verzeichnet steigenden Bedarf

Die Trockenheit trifft alle Produktionssparten - vom Ackerbau über Gemüse-, Obst- und Weinbau bis zur Grünlandwirtschaft und Forstwirtschaft. Einzelne Gewitter bringen zwar kurzfristig Entlastung, können das Bodenwasserdefizit aber nicht ausgleichen. Gleichzeitig verschärfen hohe Betriebsmittelpreise die wirtschaftliche Lage vieler Höfe.

„Die Betroffenheit auf den Betrieben ist enorm. Die Kombination aus Trockenheit, Hitze und steigenden Produktionskosten bringt viele Bäuerinnen und Bauern an ihre Grenzen“, sagt LK-Niederösterreich-Vizepräsident Lorenz Mayr. Die Betriebe würden sich seit Jahren an die Folgen des Klimawandels anpassen. „Damit sie auch künftig hochwertige heimische Lebensmittel produzieren können, brauchen sie verlässliche Rahmenbedingungen und langfristige Perspektiven.“

Wasserversorgung entscheidet über Versorgungssicherheit

Für LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf ist klar, dass eine gesicherte Wasserversorgung künftig über die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft mitentscheiden wird. „Versorgungssicherheit beginnt mit der Verfügbarkeit von Wasser, denn ohne Niederschläge kein Pflanzenwachstum. Deshalb braucht es den konsequenten Ausbau von Bewässerungssystemen für die Landwirtschaft.“

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