Der Austritt der Tierärztekammer aus der Tiergesundheit Österreich sorgte zuletzt für reichlich Diskussionen. Zentraler Knackpunkt war die Schaffung eines Tiergesundheitsprogrammes für Kälber. Als bäuerliche Vertreter fordern wir seit Jahren einen niederschwelligeren Zugang zur Grippe-Schutz-Impfung für Kälber, die mittlerweile in Sprayform verabreicht wird. Mit einer breiteren Durchimpfung könnte die Kälbersterblichkeit massiv reduziert werden. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir Bäuerinnen und Bauern unter Anleitung unserer Betreuungstierärzte verantwortungsvoll und gut begründet in die Verabreichung dieser und weiterer Impfungen einbezogen werden können.
Um unseren Forderungen den erforderlichen interessenspolitischen Nachdruck zu verleihen, haben wir dazu als Bauernbund einen Resolutionsantrag in die Vollversammlung eingebracht. Während andere Fraktionen diese Forderung einhellig unterstützten, stellten sich die Vertreter des UBV geschlossen gegen diese Forderungen und damit überraschend auf die Seite der Tierärzte. Eine sachlich stichhaltige Begründung dafür wurde nicht abgegeben bzw. von einzelnen UBV-Vertretern überhaupt eine gänzliche Abschaffung des TGD gefordert. Damit müssten wir nicht nur auf viele Vorteile des TGD verzichten, sondern auch die Meldungen zum Antibiotikaeinsatz direkt an die Veterinärbehörden und nicht mehr an die Tiergesundheit Österreich abgeben.
Wirklich schade, dass sich hier nicht alle bäuerlichen Berufsvertreter hinter die immer lauter geäußerten Anliegen der Nutztierhalter, insbesondere im Rinderbereich, gestellt haben.
Rosemarie Ferstl, LKOÖ-Vizepräsidentin
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