Wald

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Digitaler Blick in den Wald

Mit digitalen Werkzeugen will die Salzburger Landwirtschaftskammer Kleinwaldbesitzer bei der Bewirtschaftung ihrer Flächen unterstützen. Das „Smart Forest Tool“ liefert die Datengrundlage.

Der Wald wird zunehmend komplexer: Klimawandel, veränderte Wachstumsbedingungen und die Frage nach der richtigen Bewirtschaftung stellen viele Waldbesitzer vor neue Herausforderungen. Gerade kleinere Betriebe verfügen oft nicht über eigene forstliche Fachkräfte und wissen wenig darüber, welches Potenzial in ihren Flächen steckt. Die Salzburger Landwirtschaftskammer setzt deshalb auf digitale Unterstützung: Mit dem „Smart Forest Tool“ erhalten Waldbesitzer wichtige Informationen über Holzvorräte, Zuwachs und notwendige forstliche Maßnahmen. „In Salzburg bewirtschaften zahlreiche Eigentümer kleine Waldflächen. Mit durchschnittlich fünf bis zehn Hektar besitzen diese Kleinwaldbesitzer gemeinsam knapp zwei Drittel des heimischen Waldes“, informiert der Obmann des Waldverbandes Rudolf Rosenstatter. Für viele von ihnen stellt sich die Frage, wie sie ihren Wald bestmöglich nutzen und gleichzeitig nachhaltig bewirtschaften können.

Mehr Überblick über das eigene Waldpotenzial

„Die Waldbesitzer stellen uns immer wieder drei entscheidende Fragen: Wie viel Holz steht in meinem Wald, wie hoch ist der Zuwachs und welche forstlichen Maßnahmen soll ich setzen?“, erklärt Forstdirektor Franz Lanschützer. Genau hier setzt das digitale Werkzeug der Landwirtschaftskammer an. Statt aufwendiger Erhebungen im Gelände liefert das Programm wichtige Grundlagen für die weitere Bewirtschaftung. Das Ziel: Waldbesitzer sollen ihr Eigentum besser einschätzen und Entscheidungen auf einer fundierten Datengrundlage treffen können. Besonders für Betriebe ohne eigene forstliche Beratung bietet das neue Werkzeug eine wertvolle Unterstützung.

Vom Luftbild zur Waldanalyse

Mithilfe von Laserscanning-Daten, Luftbildern und Katasterplänen wird die jeweilige Waldfläche digital erfasst. Über Baumhöhen und Kronenformen lassen sich Informationen über den Bestand ableiten und Holzvorräte berechnen. Die digitale Analyse soll dabei nicht die Erfahrung der Waldbesitzer ersetzen, sondern eine zusätzliche Entscheidungsgrundlage liefern. „Wir sind damit zehnmal so effizient, weil wir eigentlich keine Messgeräte mehr brauchen“, betont Lanschützer.

Technik ersetzt nicht Erfahrung – sie ergänzt sie

„Besonders interessant ist das Angebot für junge Hofübernehmer“, ist Rudolf Rosenstatter überzeugt. Gerade bei wichtigen wirtschaftlichen Entscheidungen oder geplanten Investitionen sei es entscheidend zu wissen, welches Potenzial der eigene Wald bietet. „Es ist im Prinzip für jeden Waldbesitzer interessant zu wissen, was sein Wald an Potenzial hat, denn das wird sehr oft unterschätzt“, weiß Rosenstatter.

Wald im Wandel braucht neue Werkzeuge

Auch Landwirtschaftskammerpräsident Rupert Quehenberger sieht in digitalen Werkzeugen eine wichtige Unterstützung für die Zukunft der Waldbewirtschaftung. „Wir erleben den Klimawandel auch im Wald, der Zuwachs verändert sich – er steigt. Es ist wichtig, zu überlegen, wie man das sinnvoll nutzen kann“, erklärt Quehenberger.

Die Digitalisierung bietet damit neue Möglichkeiten, den eigenen Wald besser zu verstehen und Bewirtschaftungsentscheidungen gezielter zu treffen. Für einen Unkostenbeitrag von 50 Euro können Waldbesitzer bei der Landwirtschaftskammer Salzburg einen individuellen „Betriebsbericht Wald“ anfordern. Damit soll vor allem eines erreicht werden: Mehr Wissen über den eigenen Wald und eine nachhaltige Nutzung seiner Möglichkeiten.

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Das Team der Forstabteilung der LK Salzburg unterstützt die Waldbesitzer - nun auch mit dem digitalen „Smart Forest Tool“.

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