Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit wurde am Donnerstag vergangener Woche das neue Wirtschafts- und Versuchsgebäude am Gutshof des Bildungszentrums LLA Imst feierlich eröffnet.
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Zur Eröffnung kam unter anderem Landeshauptmann Anton Mattle, der selbst sein neuntes Schuljahr an der landwirtschaftlichen Schule in Imst absolviert hatte. „Mit dem neuen Wirtschafts- und Versuchsgebäude am Gutshof der LLA Imst investieren wir in die Zukunft junger Menschen und damit auch in die Zukunft unseres Landes. Wer Landwirtschaft in Tirol erfolgreich weiterentwickeln will, braucht bestens ausgebildete Fachkräfte, moderne Infrastruktur und den Mut, neue Wege zu gehen. Unsere Landwirtschaftlichen Lehranstalten bringen all das zusammen“, betonte Mattle.
Vom Stall bis auf den Teller
Der Neubau ersetzt den rund 70 Jahre alten Schweinestall, der nicht mehr den heutigen Anforderungen an Sicherheit, Hygiene und Funktionalität entsprach.
Im neuen Gebäude stehen 40 Mastplätze zur Verfügung. Jährlich sollen rund 120 Schweine sowie Rinder aus dem Schulbetrieb geschlachtet werden. Die neue Metzgerei erfüllt die geltenden Hygienestandards. Die erzeugten Lebensmittel werden unter anderem in der Betriebsküche zubereitet.
Für Thomas Moritz, Direktor des Bildungszentrums LLA Imst, steht dabei das Tierwohl an erster Stelle. Das neue Gebäude ermögliche es den Schülerinnen und Schülern, sämtliche Schritte von der Aufzucht über die Schlachtung bis zur Verarbeitung und zum Verkauf selbst mitzuerleben und damit die gesamte landwirtschaftliche Wertschöpfungskette kennenzulernen.
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LH-Stv. Philip Wohlgemuth, Thomas Moritz, Direktor des Bildungszentrums LLA Imst, und LH Anton Mattle bei der Eröffnungsfeier.
Forschung und alte Landsorten
Neben dem Schulbetrieb beherbergt das neue Gebäude das landwirtschaftliche Versuchswesen und die Genbank des Landes Tirol.
Durch die räumliche Verbindung von Ausbildung und Forschung sollen die Schülerinnen und Schüler auch Erkenntnisse über die Widerstandsfähigkeit und Einsatzmöglichkeiten alter Landsorten kennenlernen.
Nachhaltig gebaut, Budget unterschritten
Der Neubau mit 933 Quadratmetern Nutzfläche wurde überwiegend in Holzbauweise errichtet. Zusätzliche Flächen mussten dafür nicht versiegelt werden. Eine Photovoltaikanlage mit 324 Quadratmetern Fläche und einer Spitzenleistung von 74,17 kWp liefert Strom, die Wärmeversorgung erfolgt über das Imster Fernwärmenetz. Auch die technische Infrastruktur für eine E-Tankstelle für Kraftfahrzeuge und E-Bikes ist bereits vorhanden.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf 5,3 Millionen Euro und liegen damit unter dem ursprünglich vorgesehenen Budget von 5,6 Millionen Euro. Der Bau wurde termingerecht zum Schulbeginn fertiggestellt und übergeben. Zur Kostenunterschreitung hätten laut Thomas Moritz auch die Eigenleistungen der zum Bildungszentrum gehörenden Tischlerei und Schlosserei beigetragen. Besonderen Dank sprach er dem ehemaligen Landesschulinspektor Stefan Prantauer als einem der Mitinitiatoren des Projekts aus.
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