Lawinenschutz: Ministerien stärken die Zusammenarbeit

Das Bundesheer war im heurigen Winter mit 258 Flugstunden und 87.000 Arbeitsstunden im Einsatz.

Die Schnee- und Lawinensaison 2018/19 ist noch nicht zu Ende, jedoch lassen sich bereits erste wichtige Erkenntnisse für die Sicherheit der Österreichischen Bevölkerung sowie der zahlreichen Touristen in den Winterdestinationen ableiten. Am Dienstag, 26. Februar, fand dazu ein Lawinengipfel statt. Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger und Verteidigungsminister Mario Kunasek zogen eine erste Zwischenbilanz der Ereignisse im Winter und diskutierten gemeinsam mit Experten aus betroffenen Sektoren über Problemfelder und Lösungsansätze.

Die Teilnehmer aus Bereichen wie Bergsport, Bergrettung, Gemeinden und Tourismus tauschten sich unter anderem über richtiges Verhalten beim Alpinsport, rechtliche Grundlagen, Schutzinfrastrukturen, Freiwilligenwesen und Bewältigung von Extremsituationen aus. “Extreme Naturkatastrophen werden wir zukünftig nur dann bewältigen können, wenn die Kompetenzträger des Bundes im Katastropheneinsatz, Österreichisches Bundesheer und Wildbach- und Lawinenverbauung sowie andere Beteiligte eng kooperieren”, betonte Köstinger.

45 Mio. Euro für den Lawinenschutz

Um den Lawinenschutz in Zukunft weiter auszubauen, setzt die Regierung auf eine rasche Umsetzung von technischen Schutzprojekten (Stützverbauungen, Verwehungszäune, Ablenk- oder Auffangdämme). Damit soll der Schutz von Siedlungen und wichtigen Verkehrsinfrastrukturen unter dem speziellen Fokus der Erreichbarkeit der Ortschaften bei starken Schneefällen sichergestellt werden. Die Mittel werden aus dem Katastrophenfonds zur Verfügung gestellt und unmittelbar in technische und forstliche Maßnahmen wie den Ausbau von Schutzwäldern fließen. Bis 2022 sollen so insgesamt 45 Mio. Euro investiert werden.

Verwaltungsübereinkommen unterzeichnet

Um die Zusammenarbeit in Zukunft weiter zu stärken, treiben die beiden Bundesdienststellen eine gemeinsame Aus- und Weiterbildung, technische und organisatorische Abstimmung sowie den Austausch von Fachexpertisen voran, um den hohen österreichischen Standard im Katastrophenmanagement weiter zu steigern. Laut Kunasek war das Bundesheer im heurigen Winter mit 258 Flugstunden und 87.000 Arbeitsstunden im Einsatz. Ohne den Einsatz der Grundwehrdiener wäre die Hilfe in dieser Form nicht möglich gewesen. Dies hat sich auch im heurigen Winter gezeigt, daher wurde beim Lawinengipfel ein Verwaltungsübereinkommen von den beiden Ministern unterzeichnet, um so den hohen Stellenwert dieser Thematik und die Zusammenarbeit zu stärken.

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  • 20190108 135908 01: Bundesheer/Steger Helmut
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