Franz Ledermüller gehört zu den wichtigsten Architekten der modernen bäuerlichen Sozialversicherung. Anlässlich seines 70. Geburtstages wurde das unermüdliche Wirken des gebürtigen Oberösterreichers von Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig im Marmorsaal des Landwirtschaftsministeriums gewürdigt. „Franz Ledermüller war und ist Ideengeber, Verhandler und Umsetzer nahezu aller sozialpolitischen Reformmaßnahmen im Agrarbereich. Zum 70. Geburtstag gilt ihm der tiefe Dank der gesamten bäuerlichen Bevölkerung“, so der Minister.
Ledermüller hat die agrarische und soziale Landschaft Österreichs über Jahrzehnte hinweg geprägt: als Direktor des Österreichischen Bauernbundes (von 1994 bis 2001), anschließend (ab 2002 bis 2019) als Generaldirektor der Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB) und hernach für rund drei Jahre als Generaldirektor-Stellvertreter der Sozialversicherung der Selbständigen (SVS) bis zu seinem Ausscheiden aus deren operativer Führung. Der Bauernsohn und studierte Historiker durchlief im Laufe seiner beruflichen Karriere verschiedene Stationen, beginnend als Direktionssekretär sowie wirtschafts- und sozialpolitischer Referent. Die größten Spuren hinterließ er im Bereich der sozialen Sicherheit für die Bäuerinnen und Bauern, sagen Wegbegleiter. Mit „unermüdlichem Einsatz“ habe er als Generaldirektor der SVB die soziale Gleichstellung der Landwirte im österreichischen Sozialsystem konsequent vorangetrieben und abgesichert. Auch bei der Fusionierung der SVB zur SVS stellte er demnach als Vize-Generaldirektor klar, wie wichtig effiziente Strukturen sind, stets mit Blick auf die speziellen Bedürfnisse der Land- und Forstwirtschaft.
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