Elektrische Unkrautkontrolle

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Elektrische Unkrautbekämpfung auf kameragesteuerter Verschiebetechnik

Die britischen Unternehmen Garford und RootWave kombinieren die elektrische Unkrautbekämpfung mit der kameragesteuerten Verschiebetechnik. Dazu implementieren sie statt der Hackscharen die Elektroden der RootWave-Technologie in die parallelogrammgeführten Scharträger von Garford.

Die neueste Generation KI-gesteuerter Kamerasysteme soll die Bodenelektroden exakt entlang der Kulturpflanzenreihen steuern. „Dabei erkennt die neue Kamera-Technologie die Nutzpflanzen auch bei hohem Unkrautdruck sicher. Denn sie berücksichtigt neben dem Faktor Farbe die Pflanzenform und das Blattprofil (Grün-auf-Grün-System). So können die Unkräuter bei der elektrischen Unkrautkontrolle bereits deutlich größer sein, als beim mechanischen Hackgang“, ist auf der Webseite von Garford zu lesen.

Wirkung bis zu den Wurzeln

Das von RootWave patentierte System arbeitet mit mit 18 kHz Wechselstrom. Beim Kontakt über die Pflanzenblätter erhitzen die Bodenelektroden die Pflanzenzellen. „Dieser systemische Ansatz ist bisher das einzige nicht-chemische Verfahren, das bis in die Wurzeln wirkt“, betont Andrew Diprose, CEO von RootWave. „Zudem liegen wir bei einem Kostenvergleich zu anderen Verfahren deutlich günstiger“, sagt Jonathan Henry, CEO von Garford.

Unabhängige Tests hätten laut Firmenangaben belegt: Bei der elektrischen Unkrautbekämpfung mit dem hochfrequenten Wechselstrom-System bleibe die Bodenbiologie erhalten. Zudem soll der Bereich um 20 kHz für den Menschen im Vergleich zu niedrigeren Frequenzen und Gleichstrom deutlich sicherer sein.

Bereits zur Saison 2025 wurden mehrere Vorserien-Geräte an Kunden in Europa ausgeliefert. Die Serienproduktion ist für diese Jahr mit einem 3-Meter-Frontanbaugerät und einem 60 kW Generator im Heckanbau vorgesehen.

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