Prototyp

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Ein Roboter für die Spargelernte ist im Entstehen

Forschende der Technischen Universität München (TUM) entwickeln einen Ernte-Roboter für Spargel. Jetzt haben sie einen Prototyp vorgestellt, der grünen Spargel erkennt und lokalisiert.

Spargel ist eine der arbeitsintensivsten Kulturen in der Landwirtschaft. Die Arbeitskosten und der Mangel an Saisonarbeitern, die die schwere Erntearbeit verrichten, haben in den letzten Jahren zugenommen. Wird er nicht rechtzeitig geerntet, beginnen die Stangen zu blühen und können nicht mehr verkauft werden. Roboter könnten hier Abhilfe schaffen.

Die Ernte stellt jedoch hohe Anforderungen an die Präzision – das Gelände ist uneben und die Stangen sind dünn und unterschiedlich lang. Diese Herausforderungen behindern die Automatisierung. „Das führt dazu, dass derzeit verfügbare Ernte-Roboter zu langsam und ineffizient sind“, weiß man auf der TUM.

Erfolgreich und schnell beim Erkennen

Der nun entwickelte Roboter verarbeitet mehrere Bilder der montierten Kameras, um die Spargelstangen zu identifizieren. Diese Bilder werden an den Roboterantrieb weitergeleitet, der den Spargel später ernten soll. Dabei muss der Roboter berücksichtigen, dass er sich bewegt und sich die relative Position des Spargels zum Roboter in der Zeit zwischen der Lokalisierung und dem Erntevorgang verschiebt.

Der vorgestellte Prototyp soll in diesen ersten Schritten des Erkennens und Lokalisierens erfolgreich und dabei deutlich schneller als andere bereits erhältliche Ernteroboter sein. „Wir sehen weltweit große Chancen für Roboter in der Spargelernte“, sagt Timo Oksanen, Professor für Agrarmechatronik an der TUM.

Noch weiterer Entwicklungsbedarf

Wann der Prototyp, der auch ernten kann, fertig sein soll, dazu ist in der Pressemeldung der TUM nichts zu lesen. Andreas Neubauer, der den aktuellen Roboter entwickelt hat und auch Inhaber des Start-ups Neubauer GreenSolutions ist, gibt sich auf Anfrage der BauernZeitung bedeckt: „Die automatisierte Spargelernte ist ein erstaunlich komplexer Prozess. Wir freuen uns deshalb sehr, aus der Feldstudie die nächsten Schritte für unsere Forschung ableiten zu können und arbeiten momentan konzentriert daran, unsere Forschung voranzutreiben.“

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