Mann in leuchtender Sicherheitsweste sitzt auf der Ladefläche eines Pickup-Trucks auf einem leeren Parkplatz bei Nacht.

Copyright © Stihl

Stihl blickt auf positives Geschäftsjahr

Die Stihl Gruppe hat ihren Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 5,48 Milliarden Euro gesteigert – ein Plus von 2,8 Prozent gegenüber 2024 (5,33 Milliarden Euro). Damit konnte das Unternehmen in einem anhaltend anspruchsvollen Umfeld ein gutes Ergebnis erzielen: Der führende Hersteller von Motorsägen und motorgetriebenen Gartengeräten erreichte damit nahezu das Niveau des Rekordjahres 2022 (5,49 Milliarden Euro) – trotz der herausfordernden Zollpolitik des größten Einzelmarktes USA und trotz Kaufzurückhaltung aufgrund einer vielerorts lahmenden Konjunktur und negativer Wechselkurseffekte. Knapp 91 Prozent der Erlöse erwirtschaftete die Stihl Gruppe im Ausland.

Die hohe Eigenkapitalquote unterstreicht die Stabilität des Familienunternehmens: Mit 71,2 Prozent ist sie weiter gestiegen (Vorjahr: 69,0 Prozent), ebenso wie die Liquidität. Beides ermöglicht es Stihl, Investitionen grundsätzlich aus eigenen Mitteln zu tätigen.

Zum Jahresende arbeiteten weltweit 20.246 Menschen für die Stihl Gruppe, 2,6 Prozent mehr als im Jahr 2024 (19.732 Mitarbeitende). Ein Grund hierfür ist das neue Werk in Rumänien, das 2025 in Betrieb genommen wurde.

Akku-Transformation: Investition in Produktion und Produkte

Die Transformation hin zu Akku-Produkten bleibt der entscheidende Strategiebaustein. Auch 2025 stieg die Bedeutung akkubetriebener Produkte für das Unternehmen: Sie machten 27 Prozent des weltweiten Absatzes aus, nach 25 Prozent im Vorjahr. Starke Impulse gab es vor allem aus den europäischen Vertriebsregionen. In Westeuropa sind bereits rund zwei Drittel der verkauften Produkte akkubetrieben – mit steigender Tendenz. Andere Regionen entwickeln sich noch uneinheitlich. „Unser Anspruch ist und bleibt die doppelte Technologieführerschaft“, sagt Michael Traub. „Wir wollen die Spitzenposition, die wir seit Jahrzehnten beim Verbrenner innehaben, auch beim Akku einnehmen.“

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Stihl mehrere Meilensteine auf diesem Weg erreicht. Im rumänischen Oradea wurde im Oktober das erste Werk der Stihl Gruppe eingeweiht, das ausschließlich der Produktion von Akku-Packs und -Geräten dient. Es wird als europäisches Kompetenzzentrum für die Produktion von Akku-Geräten fungieren. „So stärken wir unsere Position in diesem Wachstumssegment“, sagt Michael Traub über die 125-Millionen-Euro-Investition. „Das neue Werk spielt eine Schlüsselrolle dabei, die steigende Akku-Nachfrage auf dem europäischen Markt zu bedienen und untermauert unseren strategischen Anspruch.“

Am Stammsitz Waiblingen hat die Stihl Gruppe mit dem Beginn der Eigenfertigung von EC-Motoren einen wichtigen Schritt getan: EC-Motoren sind eines der zentralen Bauteile akkubetriebener Geräte und wurden bislang von Zulieferern bezogen. Die Investition unterstreicht die Technologiekompetenz und treibt die Wertschöpfungstiefe im Akku-Segment voran.

100-Jahre-Stihl: Ausblick auf das Jubiläumsjahr

2026 feiert Stihl seinen 100. Geburtstag. Für Stihl ist das Jubiläum dabei nicht nur Anlass, einen Blick zurückzuwerfen. Das Unternehmen will auch bewusst machen, welche Stärke aus der Verbindung von Herkunft, Ingenieurskunst und Mut zur Erneuerung entstehen kann.

Wirtschaftlich war der Start ins Jubiläumsjahr eher verhalten. Entsprechend plant das Familienunternehmen für 2026 bewusst konservativ. Ziel ist es, das Umsatzniveau zu halten. „Unser Umsatzziel mag auf den ersten Blick wenig ambitioniert klingen“, sagt Michael Traub. „Vor dem Hintergrund volatiler Märkte, Währungskrisen und anhaltender handels- und geopolitischer Unsicherheiten sowie der daraus resultierenden Zurückhaltung bei den Kunden ist unser Umsatzziel aber eine Herausforderung.“

Im Jubiläumsjahr setzt Stihl einen starken Innovationsimpuls, der zugleich die Akku-Transformation forciert: Anlässlich der Bilanz des Geschäftsjahres 2025 hat das Unternehmen das neue ALLPRO-Akkusystem vorgestellt, einen Technologiesprung im Akku-Segment für Profikunden. ALLPRO erschließt viele Anwendungsfelder, in denen Kunden bislang auf Geräte mit Verbrennerantrieb angewiesen waren und ist gleichzeitig kompatibel mit dem bisherigen AP-Akkusystem. Mit ALLPRO unterstreicht Stihl seinen Anspruch, sich auch im Akku-Segment als führender Anbieter für Outdoor Power Equipment zu positionieren.

Weitere Artikel