V. l.: Burjan, Falb-Meixner, Riepl, Berlakovich, Glauber

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LK Burgenland legt Forderungspaket vor

Bei der Vollversammlung präsentierte die Landwirtschaftskammer ihren Tätigkeitsbericht 2025 und formulierte klare Erwartungen an die Agrarpolitik.

Die Vollversammlung der Landwirtschaftskammer Burgenland hat in ihrer Sitzung zentrale Weichen für die Interessenvertretung der bäuerlichen Betriebe gestellt. Im Mittelpunkt standen der Tätigkeitsbericht 2025, der Rechnungsabschluss sowie eine umfassende Resolution zur Absicherung der heimischen Land- und Forstwirtschaft. Diese fordert von EU, Bund und Land konkrete Maßnahmen zur Stärkung der Produktion und zur Sicherung der Versorgung.

Versorgungssicherheit im Fokus der Resolution

Die Landwirtschaftskammer betont die Bedeutung stabiler Rahmenbedingungen in Zeiten steigender Kosten und globaler Unsicherheiten. Gefordert werden eine „auskömmlich finanzierte“ Gemeinsame Agrarpolitik nach 2027, faire Wettbewerbsbedingungen im internationalen Handel sowie eine konsequente Herkunftskennzeichnung.

Weitere Schwerpunkte sind der Abbau bürokratischer Belastungen, Entlastungen bei hohen Betriebsmittelpreisen, eine praxistaugliche Umsetzung der EU-Wiederherstellungsverordnung sowie eine realistische Ausgestaltung der Pflanzenschutzregelungen.

Weinbau und Servicearbeit der Kammer

Ein besonderer Fokus gilt dem burgenländischen Weinbau, der zunehmend unter der Goldgelben Vergilbung leidet. Die Vollversammlung fordert die konsequente Umsetzung bestehender Bekämpfungsmaßnahmen gegen die Amerikanische Rebzikade sowie zusätzliche Schritte zum Schutz der Betriebe.

Landwirtschaftskammer-Präsident Nikolaus Berlakovich betonte, dass bäuerliche Familien täglich einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit, regionalen Wertschöpfung und Landschaftspflege leisten. Dafür seien verlässliche politische Rahmenbedingungen unerlässlich.

Der Tätigkeitsbericht 2025 unterstreicht die umfassende Tätigkeit der Kammer als Serviceorganisation. Rund 26.000 Beratungskontakte sowie über 900 Bildungsveranstaltungen mit mehr als 15.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern belegen die starke Einbindung der Betriebe. Auch die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften wurde weiter ausgebaut.

In ihrer Resolution appelliert die Vollversammlung an EU, Bund und Land, die Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft nachhaltig zu verbessern. Im Zentrum stehen Planungssicherheit, weniger Bürokratie und faire Marktbedingungen – als Grundlage für eine langfristig gesicherte Versorgung.

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