Schweinehälften aufgehängt

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Schweinemarkt KW 20/'26: Verunsicherung am Markt

Die stockenden Fleischmärkte und die kurzen Schlachtwochen führen in vielen europäischen Ländern zu Verunsicherung. Der deutliche Preisrückgang in Deutschland in der Vorwoche verschärft die Situation, gerade in Bezug auf den innereuropäischen Handel. Entsprechend dominieren aktuell auch bei den Nachbarländern behauptete bis schwächere Preise.

Deutschland - Nach dem deutlichen Preisrückgang in der vergangenen Woche präsentiert sich der Markt für Schlachtschweine nun ausgeglichener. Aus mehreren Regionen wird zwar noch immer von größeren Überhängen berichtet, der Handel läuft aber wieder zügiger. Aus dem Süden wird teilweise sogar von flotten Geschäften berichtet.

In Italien macht sich der stockende Fleischabsatz immer deutlicher bemerkbar. Die Schlachtunternehmen klagen über negative Margen und drosseln ihre Aktivitäten. Gleichzeitig ist das Lebendangebot zwar nicht groß, lässt sich aber nur mit Mühe absetzen. Zwar hoffen die Marktteilnehmer noch auf eine Belebung in den kommenden Wochen, aktuell scheinen aber allenfalls behauptete Preise realistisch.

Spanien - Der deutliche Preisrückgang in Deutschland in der vergangenen Woche macht sich auch in Spanien bemerkbar. Wurde ursprünglich über festere Preise diskutiert, herrscht nun eine pessimistischere Stimmung vor. Die Landwirte haben ihre Schweine zurückgehalten, was nun zu hohen Schlachtgewichten führt. Dennoch werden von Erzeugerseite Aufschläge gefordert. Gleichzeitig stockt die Fleischvermarktung. Obwohl das Lebendangebot eher überschaubar ausfällt, drosseln die Schlachtunternehmen ihre Aktivitäten und sehen keinen Spielraum für Anstiege.

Ö Markt: Geringes Angebot fließt reibungslos ab

Trotz fehlender Schlachttage fließt das Angebot in Österreich reibungslos ab bzw. werden da oder dort noch Schweine geordert. Daran wird sich wohl auch in den nächsten Wochen, wo auch wieder Feiertage bevorstehen, nichts ändern. Auch das Fleischgeschäft zieht im Mai traditionell an, seitens der Abnehmer wird aber der große Preisanstand zu Deutschland stark ins Treffen geführt. Damit wurde unverändert notiert, was sich sehr wahrscheinlich auch in den nächsten Wochen fortsetzen wird.

Bleibt zu hoffen, dass die verlängerten Wochenenden auch den Absatz weiter beflügeln, damit unsere Schweine wieder gesucht werden. Die letzte Preiskorrektur sitzt bei den Schweinebäuerinnen u. -bauern noch wie ein Dorn im Fleisch

Mastschweine-Basispreis: EUR 1,62 ( +/- 0,00)
Zuchten-Basispreis: EUR 0,89 (+/- 0,00)

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