Forscher der Boku schlagen Alarm: Die derzeitige Preisdiskussion bei Lebensmitteln greift zu kurz. Hinter Rabattaktionen und Steuerdebatte lauert eine viel grundlegendere Frage: Wie kann die Lebensmittelversorgung in Österreich unter sich verschärfenden Klimarisiken gesichert werden?
Die wissenschaftlichen Analysen zeigen: In den östlichen Ackerbauregionen drohen massive Ertragseinbußen von bis zu 50 Prozent. Das wäre nicht nur ein Problem für einzelne landwirtschaftliche Betriebe. Wenn Höfe aufgeben, geraten auch Mühlen und Verarbeiter unter Druck. Am Ende stünde nicht nur ein Preisanstieg im Regal, sondern ginge es auch um Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Stabilität im ländlichen Raum. Gleichzeitig verweisen die Wissenschaftler jedoch auch darauf, dass man dieser Entwicklung nicht hilflos ausgeliefert ist. Anpassung bedeutet mehr Leguminosen, Bodenschutz und Humusaufbau. Es bedeutet aber auch, Energie- und Rohstoffabhängigkeiten zu reduzieren und Kreisläufe zu stärken. Sprich: Weg vom kurzfristigen Billigdenken, hin zu resilienten Systemen. Auch Handel und Industrie tragen Verantwortung und müssen die Transformation strategisch und finanziell mittragen.
Billig um jeden Preis wird es künftig nicht mehr spielen. Es braucht mehr als die Parole „Günstige Lebensmittel für alle“. Wer Qualität, Tierwohl und Klimaschutz will, muss auch über Wertschöpfung sprechen. Hören wir daher jetzt auf den Weckruf der Wissenschaft, denn eine gesicherte Lebensmittelversorgung ist keine Selbstverständlichkeit.
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