Mit den ersten heimischen Erdbeeren beginnt in Oberösterreich traditionell der kulinarische Sommer. Auf circa 280 Hektar kultivieren derzeit 110 bäuerliche Familienbetriebe die „Königin der Beeren“ – etwa acht Prozent der Flächen werden biologisch bewirtschaftet.
Ernte immer zum optimalen Zeitpunkt
Erdbeeren zählen hierzulande zu den beliebtesten Frischfrüchten. Knapp 4.000 der bundesweit jährlich geernteten 12.000 Tonnen stammen aus Oberösterreich, damit kommt fast jede dritte heimische Erdbeere aus dem Land ob der Enns. Ein großer Teil der Ernte wird direkt vermarktet – über Ab-Hof-Verkauf, Selbstpflückfelder oder regionale Verkaufsstände. Gerade diese Nähe zu den Konsumenten macht die heimische Erdbeere zu einem besonderen Qualitätsprodukt.
Der entscheidende Vorteil regionaler Ware liege im optimalen Erntezeitpunkt. Für Landwirtschaftskammer-Vizepräsidentin Rosemarie Ferstl steht dabei vor allem die Frische im Mittelpunkt: „Dank kurzer Transportwege können die Früchte vollreif geerntet werden, genau dann, wenn Aroma und Süße am höchsten sind.“
Stabile Menge und gute Qualität erwartet
Die Aussichten für die heurige Saison seien positiv. Zwar bleibt die Erdbeerernte stark von der Witterung abhängig, doch die Bestände präsentieren sich laut den Erdbeerbauern derzeit in sehr guter Verfassung. Andreas Hoffelner, Obmann der oberösterreichischen Obstbauern, verweist auf die Investitionen der Betriebe in moderne Produktionsmethoden: „Dank gezielter Investitionen in Bewässerung, Frostschutz und robuste Sorten präsentieren sich die Bestände in Oberösterreich aktuell sehr gut.“ Zudem habe es heuer wenig Schädlingsdruck und kaum Frost gegeben. „Daher gehen wir von einer stabilen Erntemenge bei sehr guter Fruchtqualität aus“, so Hoffelner.
Nach dem Tunnel ist vor dem Feld
Die ersten Beeren wurden bereits Mitte April in Folientunneln geerntet. Nun startet schrittweise die Freilandsaison in den einzelnen Regionen des Landes. In höheren Lagen, etwa im Oberen Mühlviertel oder entlang des südlichen Berglands, wird die Haupternte erst Anfang Juni erwartet.
Verantwortungsvoller Genuss aus der Region
Neben Geschmack und Frische spielt auch der Klimaschutz eine zunehmend wichtige Rolle. Erdbeeren gelten als empfindliche Frucht, bei der Transport und Kühlung den CO2-Fußabdruck wesentlich beeinflussen. Heimische Erdbeeren gelangen hingegen meist innerhalb weniger Stunden vom Feld in den Verkauf. Das spart Energie und reduziert Emissionen. „Wer in der Saison zu Erdbeeren aus Oberösterreich greift, verbindet Genuss mit Verantwortung für Klima, Umwelt und regionale Wertschöpfung“, unterstreicht Ferstl.
Copyright © LKOÖ
:quality(60))
:quality(60))
:quality(60))
:quality(60))
:quality(60))
:quality(60))
:quality(60))
:format(jpeg):quality(60))
:quality(60))
:format(jpeg):quality(60))
:quality(60))
:quality(60))
:quality(60))