Visualisierung der neuen RLB-Konzernzentrale in Linz

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Holzbau in einer neuen Dimension: In Linz entsteht neue RLB-Zentrale

Heimisches Fichtenholz wird zur Grundlage von Österreichs modernstem Finanzplatz: Die Raiffeisenlandesbank Linz setzt mit ihrer neuen Zentrale ein Zeichen für Klimaschutz, Innovation und Baukompetenz aus OÖ.

Einen Meilenstein in punkto Holzbau setzt die Raiffeisenlandesbank (RLB) Oberösterreich mit ihrer neuen Konzernzentrale, die in Linz gebaut wird. Zwischen Blumau-Tower und dem Stammhaus der Bank – wo bis vor wenigen Jahren das Möbelhaus Lutz angesiedelt war – entsteht ein Gebäude mit acht oberirdischen Geschoßen und einer Tiefgarage mit vier Ebenen. Errichtet wird es in Holz-Hybrid-Bauweise: Etwa 13.000 Festmeter PEFC-zertifiziertes Rundholz werden zum Einsatz kommen – überwiegend heimisches Fichtenholz. Damit soll es auch Leuchtturmprojekt für klimabewusstes Bauen und sichtbares Bekenntnis zur Region Oberösterreich sein, wie die Verantwortlichen betonen.

Neuer „RLB-Campus“ verändert das Stadtviertel

Investiert werde bewusst in ein offenes und urbanes Konzept: Auf 25.000 Quadratmetern Nutzfläche sollen künftig bis zu 1.000 Mitarbeiter arbeiten, dazu sind auch öffentlich zugängliche Bereiche mit Gastronomie, Veranstaltungsflächen und neuen Grünräumen eingeplant. Etwa 5.000 Quadratmeter bislang asphaltierte Fläche werden dafür entsiegelt, 53 Bäume neu gepflanzt. Für den neuen „RLB-Campus“ wird ab Herbst 2026 sogar die Goethestraße verlegt.

Generaldirektor Reinhard Schwendtbauer will „den modernsten Finanzplatz Österreichs“ schaffen. „Mit dem Projekt verbinden wir Innovation mit Tradition und Nachhaltigkeit“, betont er. Wichtig sei Schwendtbauer auch, dass heimisches Holz verwendet wird – von oberösterreichischen Waldbäuerinnen und Waldbauern genauso wie von den Bundesforsten.

Für die Umsetzung des Holzbaus zeichnet die Innviertler Firma „Wiehag“ verantwortlich. Laut Firmenchef Erich Wiesner verursacht die Konstruktion rund 36 Prozent weniger vorgelagerte CO2-Emissionen als ein vergleichbarer Stahlbetonbau. Zudem würden langfristig rund 3.150 Tonnen CO2 gespeichert. Das RLB-Projekt bringe den heimischen Holzbau in neue Dimensionen, es sei Österreichs erste mehrgeschoßige, großvolumige Konzernzentrale aus Holz.

Für alle anderen Gewerke laufen noch Ausschreibungen, weshalb noch kein Investitionsvolumen genannt werden könne. Laut Schwendtbauer handle es sich um einen dreistelligen Millionenbetrag.

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Zeitplan

Der Spatenstich war der Baustart für den Spezialtiefbau und Geothermie-Bohrungen. Bis Ende 2027 soll an den vier Tiefgaragengeschoßen gearbeitet werden. Ab Ende 2027/Anfang 2028 geht es mit dem Hochbau los. Der Bezug des neuen Gebäudes ist für Herbst 2029 geplant. Das bisherige RLB-Stammhaus soll in weiterer Folge renoviert und teils vermietet, teils selbst genutzt werden. Mit dem neuen Campus will die RLB OÖ dem gesamten Stadtviertel neue Impulse geben.

Das Holz stammt aus den Wäldern jener Regionen, die die RLB OÖ seit mehr als 125 Jahren begleitet. Das Projekt ist damit ein gebautes Bekenntnis zu unserer Haltung. Als Leuchtturmprojekt steht es für regionale Verbundenheit, Innovationskraft und Offenheit. Bankgeschäfte werden heute nicht mehr hinter großen, schweren Türen erledigt. Unser Anspruch ist es, hier bis Ende 2029 den modernsten Finanzplatz des Landes zu errichten.

Reinhard Schwendtbauer

Generaldirektor der RLB OÖ

Wir freuen uns sehr, dass mit der neuen Konzernzentrale der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich auch in Österreich ein Holzbauprojekt dieser Dimension und Qualität realisiert wird. Gebäude dieser Art zeigen eindrucksvoll, dass Holzbau auch bei komplexen, mehrgeschossigen Gebäuden eine tragfähige Lösung ist. Ich bin überzeugt, dass die neue RLB-Konzernzentrale viele weitere Entwicklungen inspiriert und der grünen Transformation der gebauten Umwelt in Österreich zusätzlichen Rückenwind verleiht.

Erich Wiesner

CEO und Eigentümer Firma WIEHAG

In Österreichs Wäldern wächst pro Sekunde rund ein Kubikmeter Holz zu. Die Holzmenge, die für den Bau des neuen Headquarters benötigt wird, ist also bereits nach weniger als fünf Stunden schon wieder nachgewachsen.

Georg Schöppl

Vorstandssprecher Österreichische Bundesforste

Visualisierung der neuen RLB-Konzernzentrale in Linz.
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