Agrana

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Zucker und Stärke trüben Agrana-Bilanz

Vergangene Woche präsentierte der Frucht-, Zucker- und Stärkekonzern Agrana die finalen Zahlen des mit Februar zu Ende gegangenen Geschäftsjahres. Während die Umsatzerlöse der Unternehmensgruppe im Berichtszeitraum um knapp acht Prozent zurückgingen, konnte das operative Ergebnis um gut sechs Prozent auf exakt 81,2 Mio. Euro gesteigert werden.

Im Bericht findet sich allerdings auch der bereits im April angekündigte Abschlag durch nicht zahlungswirksame Wertminderungen beim Anlagevermögen im Zucker-Standbein wieder. Das Ergebnis aus Sondereinflüssen schlug entsprechend mit einem gut doppelt so hohen Defizit – konkret ein Minus von 74,1 Mio. Euro – zu Buche. Das drückte auch das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) auf Konzernebene stark, welches somit nur 3,2 Mio. Euro betrug. Zur Einordnung: Im Vorjahr lag das EBIT bei mehr als 40 Mio. Euro.

Das Zuckergeschäft blieb laut CEO Stephan Büttner zwar operativ schwach, zeigte aber dank Restrukturierungsmaßnahmen „erste Verbesserungen“. Das Stärkesegment verzeichnete indes marktbedingt rückläufige Zahlen. Als Zugpferd konnte sich das Segment für Fruchtzubereitungen und Getränke behaupten. Es brachte mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes ein. Im laufenden Geschäftsjahr geht die Agrana-Führung übrigens von zumindest stabilen Ergebnissen und einer „deutlichen EBIT-Verbesserung“ aus. 70 bis 90 Mio. Euro werden aktuell prognostiziert.

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