Im Gespräch mit Jungjägern

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So werden Jungbauern in der Fachschule zu Jungjägern

Praxisnahe Jungjägerausbildung, fundiertes Fachwissen und nachhaltige Landnutzung: Landwirtschaftliche Fachschulen bieten in Kooperation mit dem Landesjagdverband eine hochwertige Jagd-Ausbildung für die nächste Generation von Jägerinnen und Jägern.

Für den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur sowie für die nachhaltige Bewirtschaftung der heimischen Wildbestände bedarf es einer soliden Ausbildung für die nächste Generation an Jägerinnen und Jägern. Die landwirtschaftlichen Fachschulen setzen hier gemeinsam mit dem Landesjagdverband ein starkes Zeichen: Mit einer praxisnahen und fundierten Jungjägerausbildung erhalten interessierte Schüler eine jagdliche Qualifikation auf hohem fachlichem Niveau. „Die Jagd ist Leidenschaft und Verantwortung gegenüber Natur, Tier und Gesellschaft. Sie ist gelebte Tradition und nicht aus dem ländlichen Raum wegzudenken. Seit jeher ist die Jagd auch mit der Bewirtschaftung von Grund und Boden verbunden, umso sinnvoller ist es, die nächste Generation der Landwirtschaft an sie heranzuführen“, so Jagd-Landesrätin Michaela Langer-Weninger.

Die Jagd ist seit jeher auch mit der Bewirtschaftung von Grund und Boden verbunden.

Michaela Langer-Weninger

Einstieg in jagdliche Praxis

Erfahrene Ausbildner vermitteln umfassende Kenntnisse in Wildökologie, Waffenkunde, Jagdrecht sowie Natur- und Umweltschutz. Die angehenden Jungjägerinnen und Jungjäger erhalten im Rahmen der Ausbildung nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch einen direkten Einblick in die Praxis. Exkursionen, Reviergänge und praxisorientierte Übungen ergänzen den Unterricht und sorgen für einen optimalen Einstieg in die jagdliche Praxis. Damit werden wichtige Kompetenzen vermittelt, die weit über die Jagd hinausreichen: Naturverständnis, Verantwortungsbewusstsein, Sicherheitsbewusstsein und Respekt vor Wild und Lebensraum.

Angehenden Bäuerinnen und Bauern werden jagdliche Grundlagen vermittelt.

Herbert Sieghartsleitner

„Das hohe Niveau bei der Jagdausbildung und vor allem bei den Jagdprüfungen garantiert auch weiterhin für verantwortungsvolle Jägerinnen und Jäger. Egal, ob in den Regelkursen oder in den landwirtschaftlichen Fachschulen. Dieses duale System ist ein Erfolgsmodell. Die Ausbildung und die kommissionelle Prüfung in die Schule zu integrieren, hat sich bestens bewährt und erfüllt den Anspruch, angehenden Bäuerinnen und Bauern jagdliche Grundlagen zu vermitteln“, erklärt Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner.

Auch für den Geschäftsführer des Landesjagdverbandes, Christopher Böck, ist die fachübergreifende Ausbildung ein zentraler Schlüssel für nachhaltige Landnutzung: „Primäre Landnutzer wie Bauern, Jäger und Fischer müssen möglichst viel über die Zusammenhänge der Fauna und Flora in unserer Kulturlandschaft wissen, um nicht nur auf dem Papier nachhaltig zu wirtschaften. Ein wesentlicher Garant dafür ist eine fundierte Ausbildung und die Fähigkeit, fachübergreifend zu denken und zu kommunizieren.“

Start der Schusszeit

Mit 1. Mai hat in Oberösterreich die Schusszeit auf Reh-, Rot- und Gamswild begonnen. Eine nachhaltige Bejagung trägt dazu bei, Wildbestände an den jeweiligen Lebensraum anzupassen und Schäden an jungen Forstkulturen sowie landwirtschaftlichen Flächen möglichst gering zu halten.

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