Roland Dödlinger, der seit 2018 als Obmann die Geschicke der Tiroler Pinzgauerzüchter führt, zeigte sich bei der Vollversammlung überwältigt vom großen Interesse. Besonders hob er den Anspruch einer Züchtergruppe hervor, die sich nicht nur der Pinzgauer-Rinderzucht widmet, sondern sich mit großem Antrieb und Begeisterung in der Szene behauptet.
Geschäftsführer Thomas Edenhauser untermauerte diese Worte in seinem Geschäftsbericht mit erfreulichen Zahlen: Entgegen der allgemein fallenden Tendenz stieg die Zahl der Betriebe auf 233 (+5), der Kuhbestand auf 1.327 Tiere (+59). Diese Entwicklung widerlegt nicht nur den allgemeinen Trend, sondern bestätigt den anhaltenden, österreichweiten Boom, die Pinzgauerrasse – vielfach in Fleckviehherden – zu etablieren und Teil dieser besonderen „Familie“ zu sein.
Wiederwahl und personelle Weichenstellungen
Unter dem Vorsitz von Franz Loitfellner, Vorstandsvorsitzender der Rinderzucht Salzburg, wurde Roland Dödlinger einstimmig als Obmann wiedergewählt. Als Obmannstellvertreter wurde Matthäus Hochfilzer bestätigt.
In den Vorstand gewählt wurden Alois Bamberger, Josef Edenhauser, Hannes Haller, Stefan Hörfarter, Helmut Hörtnagl, Andreas Lindner, Michael Manzl, Michael Niedermoser jun., Simon Weis und Klaus Widmoser. Wolfgang Hagsteiner, Hans Widmoser sowie Theresa Lindner wurden mit Sitz und Stimme kooptiert.
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Der neu- bzw. wiedergewählte Ausschuss der Tiroler Pinzgauer-Züchter.
Dödlinger dankte im Anschluss für das Vertrauen und zollte seinem Vorstand große Anerkennung für das gute Miteinander und die konstruktive Zusammenarbeit. Besonderer Dank galt den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern Gerhard Grissemann, Stefan Lindner, Ludwig Reitstätter und Fabio Steiner, die sich viele Jahre um die Interessen der Züchter verdient gemacht haben.
Stimmen aus der Praxis
Große Worte der Anerkennung und des Dankes kamen auch von den Ehrengästen. LAbg. Michael Jäger, selbst Pinzgauerzüchter, sprach über die rasch voranschreitende Entwicklung im Bereich der Automatisierung und Digitalisierung: „Jede Betriebsform hat ihre Berechtigung und es gilt für uns als Vertreter, die richtigen Weichen zu setzen, um die Landwirtschaft bestmöglich in die Zukunft zu bringen.“
In die gleiche Kerbe stieß Hannes Hofer, Obmann des Fachausschusses sowie der ARGE Pinzgauer „Ich bin stolz auf jeden Bauern, der seine Kühe täglich mit der Heugabel füttert, aber auch auf jeden, der sich mit der modernen Technik auseinandersetzt und im Energiebereich eigene und individuelle Wege beschreitet! Wir dürfen froh sein, in der ‚Pinzgauer-Familie‘ alle zu vereinen und wollen auf keinen einzigen verzichten, weil es uns als Rasse und als Gemeinschaft stark macht!“
Zum Abschluss verwies Dödlinger auf die bevorstehende Bundesschau am 12. April und zeigte sich beeindruckt von der Qualität der Tiere und der Arbeit in den Betrieben: „Nach drei Tagen der Vorschau kann ich euch unbedingt ans Herz legen, sich diesen Termin nicht entgehen zu lassen. Ich war verblüfft, zu sehen, was sich hinter den Stalltüren an Pinzgauer-Qualität offenbart und bin voller Vorfreude auf das gebotene Schaubild und auf euch alle.“
61 Betriebe ausgezeichnet
Ein Höhepunkt der Versammlung war die Verleihung der Herdenmanagementpreise „Pinzgauer Vital“ für 2024 und 2025. Insgesamt 61 Züchterfamilien – elf Mutterkuh- und 50 Milchbetriebe – wurden ausgezeichnet.
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Insgesamt 61 Züchterfamilien wurden mit dem Herdenmanagementpreis „Pinzgauer-Vital“ ausgezeichnet.
Die vollständige Liste der ausgezeichneten Betriebe:
PINZGAUER VITAL – Milch
• Aigner Martina, Stefflern, Fieberbrunn
• Aufschnaiter Johann, Petern, Kirchberg
• Brugger Marco, Mittermair, Ainet
• Dagn Peter, Steger, Schwendt
• Edenhauser Josef, Innergrub, Fieberbrunn
• Egger Peter, Lehrer, Schwaz
• Fankhauser Peter, Stoffner, Zellberg
• Fischer Matthias, Kracher, Rohrberg
• Fuetsch Alois, Jaggler, Matrei/Ostt.
• Gabl Noah, Fließ
• Haidacher Elena, Banteler, Schwaz
• Haslwanter Robert, Greteler, Kauns
• Hausberger Andrea, Obertreichlwald, Kelchsau
• Hochfilzer Georg, Unterstein, Reith/K.
• Hochfilzer Matthäus, Gintsberg, Going
• Hölzl Hansjörg, Eigentler, Ellbögen
• Hörfarter Stefan, Riedl, Kössen
• Kerer Josef, Bruggbach, St. Johann/T.
• Klausner Stefanie u. Martin, Unterstegen, Söll
• Krepper Hermann, Bachmann, Waidring
• Kronbichler Peter, Kramer, Erl
• Landmann Peter, Oberlein, Kössen
• Lindner Gerlinde, Angerer, Oberndorf
• Lindner Stefan u. Andreas, Schörgerer, Oberndorf
• Mair Markus, Peintner, Innervillgraten
• Misslinger Christine u. Anton, Auer, Ebbs
• Mühlbacher Christian, Berger, Waidring
• Oberhauser Teresa u. Anton, Unterleiten, Kitzbühel
• Planer Michaela, Hoisen, Kössen
• Reitstätter Barbara, Hackl, Kössen
• Riedmann Stefan, Schmied, Brixen
• Seiwald Elfriede, Oberhausstatt, Erpfendorf
• Steiner Gerhard, Mitteracker, Kitzbühel
• Steiner Fabio, Gartner, Prägraten
• Unterrainer Johann, Weindl, Waidring
• Weis Simon, Schneider, Assling
• Wimmer Hans-Peter, Oberkant, Hochfilzen
• Zass Ägidius, Bichl, Erpfendorf
PINZGAUER VITAL – Fleisch
• Egger Harald, Blasisker, Dölsach
• Ehrensberger Christof, Obertanzer, Brixen/Th.
• Haslwanter Robert, Greteler, Kauns
• Hörtnagl Helmut, Thoma, Oberperfuss
• Klausner Margret, Gerstplatte, St. Johann/T.
• Kollreider Anton, Huber, Anras
• Müller Anja, Tösens
• Obwaller Josef, Hörlhof, St. Jakob i.H.
• Schwaiger Andreas, Sturm, Tulfes
• Wohlschlager Josef, Unterpölsen, Söll
Zusätzlich wurden besondere Leistungen gewürdigt: Für ihre 100.000-kg-Kühe ausgezeichnet wurden Matthäus Hochfilzer (Going) mit KLARA und KRONE, Johann Hallbrucker (Walchsee) mit ELLI sowie Andreas und Stefan Lindner (Oberndorf) mit GUSTI.
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