ESC 2026: Österreichs Bio-Landwirtschaft versorgt den Eurovision Song Contest

Der Eurovision Song Contest 2026 in Wien wird nicht nur musikalisch ein Großereignis, sondern soll auch zum Schaufenster der österreichischen Bio-Landwirtschaft werden.

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Der ORF als Veranstalter des Eurovision Song Contest (ESC) setzt beim Catering bewusst auf heimische Bio-Produkte und geht damit über die Anforderungen des Österreichischen Umweltzeichens hinaus, mit dem die Veranstaltung erneut als „Green Event" zertifiziert werden soll. Um die Versprechen auch belegen zu können, hat der ORF mit Bio Austria einen Zertifizierungspartner ins Boot geholt. Gemeinsam mit der unabhängigen Kontrollstelle Austria BioGarantie wird der Bio-Anteil in allen Catering-Bereichen der Wiener Stadthalle erfasst und überprüft, das ist ein Vorgehen, das laut Veranstalter für ein Event dieser Größenordnung bislang unüblich ist. Sichergestellt werden soll dabei, dass Bio-Produkte aus österreichischer Herkunft eine nachweisbare Rolle in der Versorgung der tausenden Beteiligten spielen. „Eine hohe Bio-Quote ist nicht nur ein Lippenbekenntnis, sie wird auch zertifiziert", betont Michael Krön, Executive Producer des ESC 2026. Der Großevent solle als „Lern- und Referenzprojekt für Großveranstaltungen weltweit dienen."

Österreich als Spitzenreiter in der europäischen Bio-Landwirtschaft

Rund 27 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen Österreichs werden biologisch bewirtschaftet – ein EU-weiter Spitzenwert, der laut Landwirtschaftsministerium kein Zufall ist. Sektionschef Johannes Fankhauser verweist auf die Leistung der heimischen Betriebe: Es sei das Ergebnis harter bäuerlicher Arbeit, innovativer Betriebskonzepte und konsequenter Agrarpolitik. Unter dem Motto „The Sound of Europe. The Taste of Austria." sollen österreichische Bio-Produkte beim Songcontest international sichtbar werden.

Bio-Austria-Obfrau Barbara Riegler sieht in der freiwilligen Entscheidung des ORF ein starkes Signal für die gesamte Veranstaltungsbranche: Wenn ein Event mit tausenden Beteiligten und internationaler Logistik eine nachweisbare Bio-Quote erreichen könne, fehle kleineren Veranstaltungen jede Ausrede, diesen Schritt zu unterlassen. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Bio-Zertifizierung bei Großveranstaltungen gibt es bislang nicht.

Nachhaltigkeit im Mittelpunkt

Parallel zur kulinarischen Präsentation strebt der ORF die doppelte Zertifizierung des Song Contests mit dem Österreichischen Umweltzeichen an, sowohl für „Green Events" als auch für „Green TV Producing". Diese Gütesiegel zählen zu den strengsten ihrer Art in Europa und sollen im Rahmen der Veranstaltung im Landwirtschafts- und Umweltministerium verliehen werden. Das Nachhaltigkeitskonzept des ORF umfasst dabei ein LED- und laserbasiertes Lichtkonzept, nachhaltige Mobilitätsangebote, Maßnahmen zur Müllreduktion sowie eine effiziente Beschaffungslogistik. Beim Catering steht die regionale und saisonale Herkunft der Produkte im Vordergrund, was die Verbindung von Bio, Regionalität und Genuss besonders sichtbar machen soll. Zum Auftakt der Veranstaltung diskutiert zudem eine hochkarätige Runde, wie nachhaltige Events die heimische Landwirtschaft stärken und Impulse für Tourismus und Veranstaltungswirtschaft setzen können.

Breites Bündnis hinter der Initiative

Der ESC wird von einem breiten Netzwerk an Partnerorganisationen getragen. Vertreten sind unter anderem die AMA Genuss Region , die ARGE Heumilch, Bio Austria, die Stadternte Wien, die Landjugend Österreich, die Farmfluencer, Bäuerinnen Österreich, Gutes vom Bauernhof, die Junge Landwirtschaft Österreich sowie die Österreich Wein Marketing GmbH. Sie alle eint das gemeinsame Ziel, die Vielfalt und Leistungsfähigkeit der österreichischen Landwirtschaft auf internationalem Parkett zu präsentieren. Obmann der Jungen Landwirtschaft Österreich, Alexander Schwab, bringt die Haltung der nächsten Generation auf den Punkt: „Junge Betriebe stehen für Innovation und Verantwortung. Bei ‚The Sound of Europe. The Taste of Austria' zeigen wir, wie zukunftsfit unsere Landwirtschaft schon heute ist."

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