Im Jahr 2025 betrug demnach die Holznutzung im österreichischen Wald insgesamt 19,56 Mio. Erntefestmeter ohne Rinde. Das bedeutet einen Rückgang von 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2024: 20,03 Mio.).
Die Schadholzmenge ist zwar deutlich gesunken, machte mit 6,38 Mio. Erntefestmetern jedoch immer noch 32,6 Prozent des Holzeinschlages aus. Dieser Rückgang ist insbesondere auf das Ausbleiben größerer Windwurf- und Schneedruckschäden zurückzuführen.
Borkenkäfergefahr bleibt hoch
Die durch Borkenkäfer verursachten Schadholzmengen blieben jedoch auf hohem Niveau und machten mit 2,91 Mio. Erntefestmetern nahezu 50 Prozent des gesamten Schadholzanfalles aus. „Das verdeutlicht, wie wichtig ein vorausschauender Waldumbau ist, um unsere Wälder langfristig widerstandsfähiger zu machen“, so Bundesminister Norbert Totschnig. Stabilitätsverbessernde Maßnahmen werden im Rahmen des Waldfonds sowie des GAP-Strategieplans umgesetzt. Eine Intensivierung der Waldpflege und der verstärkte Einsatz von Mischbaumarten sind dabei zentrale Ansätze.
Zudem unterstreichen die Zahlen den anhaltenden Handlungsbedarf in der Borkenkäferbekämpfung. Entscheidend sind dabei eine konsequente Überwachung der Wälder und der gezielte Einsatz von Monitoringfallen, um Massenvermehrungen frühzeitig zu erkennen und rasch zu handeln.
Trockenheit verschärft die Situation
Der insgesamt trockene Winter 2025/2026 – mit rund 22 Prozent weniger Niederschlag als im langjährigen Durchschnitt – und die nun schon seit Wochen anhaltende Trockenheit verschärfen die Lage zusätzlich. Denn gerade der Wasserhaushalt im Frühjahr ist entscheidend für die Widerstandskraft der heimischen Wälder in den Sommermonaten und damit auch für die Resilienz der Bäume gegen den Borkenkäferbefall.
Weitere Ergebnisse der Holzeinschlagsmeldung
Sägeholz: Von der geernteten Holzmenge entfiel mit 11,02 Millionen Festmeter oder 56,3 Prozent des Einschlags der größte Anteil auf Sägerundholz, 5,9 Prozent davon als Sägeschwachholz.
Industrieholz: Die Menge war mit 3,22 Millionen Festmeter oder 16,5 Prozent des Einschlages im Vergleich zum Vorjahr relativ konstant.
Energetische Nutzung: 5,32 Millionen Erntefestmeter oder 27,2 Prozent des Einschlags gingen in die energetische Nutzung, der Großteil davon als Waldhackgut.
Vornutzung: Holz im Zuge von stabilisierenden Pflegemaßnahmen machte einen Anteil von 25,3 Prozent aus, das bedeutet einen Anstieg von 17,6 Prozent im Vergleich zum Jahr 2024.
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