Vom 8. bis 14. Juni findet sie unter dem Motto „Wald und Wirtschaft“ statt. Bundesminister Norbert Totschnig dazu: „Im gesamten Wertschöpfungsnetzwerk der Forst- und Holzwirtschaft wird, inklusive vor- und nachgelagerter Branchen, eine Wertschöpfung von 43,1 Mrd. Euro pro Jahr erwirtschaftet. Zudem sind 444.000 Arbeitsplätze auf die Forst- und Holzwirtschaft zurückzuführen.“ Der Wald ist somit ein zentraler Bestandteil der österreichischen Wirtschaft.
Fast 30 Mrd. Euro an Steuern und Abgaben pro Jahr
Laut einer erst kürzlich erschienenen Studie sind hierzulande jeder zehnte erwirtschaftete Euro sowie jeder elfte Arbeitsplatz auf das Wertschöpfungsnetzwerk der Forst- und Holzwirtschaft zurückzuführen. Zudem leistet die Branche auch einen wichtigen Beitrag zu den Staatseinnahmen. 29,2 Mrd. Euro an Steuern und Abgaben werden unmittelbar und mittelbar jedes Jahr generiert. Dies entspricht einem Anteil von 12 Prozent der Staatseinnahmen (Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungsträger).
Aktive und nachhaltige Waldbewirtschaftung
Nur mit einer aktiven und nachhaltigen Bewirtschaftung können die ökologischen und wirtschaftlichen Vorteile der österreichischen Wälder genutzt und für künftige Generationen gesichert werden. Durch gezielte Pflege- und Nutzungseingriffe werden Wälder verjüngt und an den Klimawandel angepasst – etwa durch eine artenreiche Baumartenwahl und Strukturierung der Wälder.
Baustoff der Zukunft
Die Nutzung von Holz ist gleichzeitig ein wichtiger Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel. Als Baustoff kann Holz energieintensive Materialien ersetzen, deren Herstellung mit hohen CO₂-Emissionen verbunden ist. Gleichzeitig bleibt das während des Wachstums im Holz gebundene CO₂ langfristig gespeichert. Auch Nebenprodukte aus der Holzverarbeitung können stofflich oder energetisch genutzt werden und tragen damit zur Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Energieimporten bei.
Zusammenspiel von Ökologie und Ökonomie
Damit leistet die Forst- und Holzwirtschaft einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz. Laut Forstwirtschaftsministerium haben nachhaltige Waldbewirtschaftung und Holznutzung die Atmosphäre um rund 900 Millionen Tonnen fossiles CO₂‑Äquivalent seit 1990 entlastet. Gleichzeitig sei der Holzvorrat in den heimischen Wäldern um 255 Millionen Vorratsfestmeter gewachsen, und mehr als 100 Millionen Vorratsfestmeter Biotopholz seien gezielt für die Förderung der Biodiversität bereitgestellt worden.
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