Der diesjährige März war in Österreich deutlich zu trocken und überdurchschnittlich warm. Das geht aus aktuellen Auswertungen des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) hervor. Die durchschnittliche Lufttemperatur lag im März um 1,5 Grad Celsius über dem Mittel der Klimanormalperiode 1991–2020. Beim Niederschlag wurde österreichweit mit rund 37 Millimetern nur etwa die Hälfte des üblichen Monatswerts erreicht. Besonders betroffen waren Kärnten, Oberösterreich, die Steiermark und Salzburg. Auch im längerfristigen Rückblick zeigt sich ein deutliches Defizit: In den vergangenen zwölf Monaten lag der Niederschlag rund 14 Prozent unter dem langjährigen Schnitt.
Umweltminister Norbert Totschnig warnte vor den Folgen: „Der März war deutlich zu trocken und hat vielerorts zu sinkenden Grundwasserständen geführt. Besonders die Wintermonate spielen eine zentrale Rolle bei der Auffüllung unserer Wasserspeicher. Als Umweltministerium setzen wir daher auf eine konsequente Beobachtung und ein vorausschauendes Management, um Österreichs Wasserressourcen für die Zukunft zu sichern."
Rund 75 Prozent der Pegel wiesen im März niedrige Abflusswerte auf, insbesondere im Norden des Landes. Hochwasserereignisse wurden keine verzeichnet. Die Schneemengen blieben trotz ergiebiger Neuschneefälle zum Monatsende entlang der Nordalpen in den höheren Lagen insgesamt unter dem langjährigen Mittel. Die trockenen Bedingungen schlugen sich auch im Grundwasser nieder: Der Anteil an Messstellen mit niedrigen Niveaus stieg bis Ende März auf rund 65 Prozent, nachdem sich die Lage im Februar vorübergehend etwas entspannt hatte. Laut Prognosen der GeoSphere Austria ist kurzfristig mit steigenden Temperaturen und trockenem Wetter zu rechnen. Bis Mitte April sollen kühleres, unbeständiges Wetter und regelmäßige Niederschläge für etwas ausgeglichenere Verhältnisse sorgen. In der zweiten Aprilhälfte wird es jedoch wieder wärmer bei gleichzeitig seltener werdenden Niederschlägen. Eine wesentliche Verbesserung der Grundwassersituation ist in den kommenden Wochen nicht zu erwarten.
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