Unsere Industrie ist bereit, weiterhin hochqualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen und ihre Transformation hin zu einer klimaneutralen Branche konsequent fortzusetzen. Jetzt ist die Politik gefordert, wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen sicherzustellen“, so Austropapier-Präsident Martin Zahlbruckner am Dienstag in Wien. Genannt wurde diesbezüglich der Abbau von „unnötigen und überzogenen“ Regulierungen und Berichtspflichten. Vor allem aber leidet die exportlastige, energieintensive Branche unter hohen Stromkosten. Besonderen Handlungsbedarf sieht sie daher beim Standortabsicherungsgesetz, die Strompreiskompensation bleibe klar hinter dem Niveau von Deutschland zurück. „Österreichische Betriebe zahlen das Zwei- oder Dreifache an Energiekosten im Vergleich zu deutschen Standorten. Energiekostenunterschiede dieser Größenordnung entscheiden darüber, wo investiert und Beschäftigung gesichert wird“, erklärte Harald Ganster, Vorstandsmitglied von Austropapier. Geschäftsführerin Sigrid Eckhardt sprach sich zudem für die Verlängerung der freien Zuteilung von CO2-Zertifikaten im Emissionshandelssystem aus.
Die heimische Papier- und Zellstoffindustrie hat 2025 einen Umsatz von 4,4 Mrd. Euro erzielt, um 5,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Auf Verpackungspapier entfielen 2,7 Mio. Tonnen (-1,7 %), die Menge grafischer Papiere ging einem jahrelangen Trend folgend weiter zurück, diesmal um 19,2 Prozent auf 1,2 Mio. Tonnen. 0,3 Tonnen machten Spezialpapiere (Medizin, Hygiene usw.) aus (-4,3 %).
Rund 440.000 Arbeitsplätze sollen direkt oder indirekt an der Wertschöpfungskette Forst-Holz-Papier hängen, womit
jeder elfte Arbeitsplatz in Österreich mit diesem Sektor verbunden ist. In den vergangenen Jahren investierte die Branche rund 1,3 Mrd. Euro, allein 2025 sollen 190 Mio. Euro in Modernisierung, Dekarbonisierung und Versorgungssicherheit geflossen sein. Die Recyclingquote bei Papier und Karton soll hierzulande bei 88,1 Prozent liegen – laut Austropapier ist Österreich damit Europameister.
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