Die Schlachtschweinepreise entwickeln sich europaweit stabil bis fester. Fast überall wird von einer zügigen Vermarktung schlachtreifer Schweine berichtet, teilweise fallen die Tiere auch knapp aus. Bremsend wirken dagegen vielerorts die Fleischgeschäfte, auch die große Konkurrenz durchkostengünstiges Fleisch aus Spanien belastet die Märkte.
Nachdem der Preis für Schlachtschweine wiederholt gestiegen ist, gestaltet sich der Handelsverlauf mit Schweinefleisch etwas verhaltener. Es gibt zwar keine Umsatzeinbrüche, doch die Umsetzung höherer Preise gestaltet sich schwierig und stößt auf Widerstände und Diskussionen. Die Preise steigen eher zögerlich und weniger als erwartet.
Auch in Deutschland werden die Schweine zunehmend gefragter. Schlachthöfe setzten aber immer wieder mit verhaltener Fleischnachfrage und mit Androhung auf Hauspreise entgegen. Sehr erfreulich ist, dass der Deutsche Bundeskanzler ein Regionalisierungsabkommen mit China erreicht hat. Dies sollte weitere Exportzugängen den Deutschen ermöglichen und damit den Binnenmarktdruck weiter entschärfen.
In Spanien fällt das Angebot an Schlachtschweinen fast wöchentlich kleiner aus. Die Schlachtgewichte sinken, zudem halten die Mäster ihre Tiere zurück. Gleichzeitig ist die Nachfrage der Schlachtunternehmen ungebrochen groß und kann nicht immer gänzlich gedeckt werden. Stützend wirkt dabei der im europäischen Vergleich niedrige Preise, der eine vollständige und zügige Vermarktung der Teilstückeinnerhalb Europas ermöglicht. Zwar dürften die Absatzmöglichkeiten diesbezüglich mit den weiter steigenden Preisen nachlassen, dennoch werden vorerst weitere Aufschläge erwartet.
In Italien haben sich die Preisabschläge zuletzt verlangsamt. Die Nachfrage nach Schlachtschweinen fällt etwas lebhafter aus, die Margen der Schlachtunternehmen rutschten ins Positive. Entsprechend wird hier immer häufiger von einem ausgeglichenen Markt berichtet, größere Preisanpassungen werden vorerst nicht erwartet.
Ö Markt: Schweine sind weiter gesucht
Das Angebot an Schlachtschweinen lässt sich weiterhin zügig absetzen bis hin zu fehlenden Schlachtmengen. Gleichzeitig liefern einige Landwirte auch zögerlicher ab, um von steigenden Preisen zu profitieren, was angesichts der niedrigen Preise auch selbstverständlich ist und sich weiters im höheren Schlachtgewicht niederschlägt. Dem entgegen stehen die schwachen Fleischgeschäfte im Verarbeitungsbereich. Die Schlachtunternehmen berichten von Schwierigkeiten bei der Weitergabe der Preisanstiege. Da Österreich noch den hohen Schutz der Seuchenfreiheit hat, wäre es auch in Österreich höchst an der Zeit, nach dem deutschen Vorbild, ein Regionalisierungsabkommen mit China zu unterzeichnen. Damit wäre Österreich im Anlassfall wesentlich besser vorbereitet.
Mastschweine-Basispreis: EUR 1,56 (+ 0,04)
Zuchten-Basispreis: EUR 0,84 (+ 0,04)
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