Biodiesel und Soja

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Sojaöl: EU-Pläne stoßen auf Widerstand

Die geplante Einstufung von Sojaöl durch die EU-Kommission als „Rohstoff mit hohem Risiko indirekter Landnutzungsänderungen“ hat in Österreich eine breite Debatte ausgelöst. Landwirtschaftsvertreter kritisieren die Pläne scharf. LK-Österreich-Präsident Josef Moosbrugger spricht von einem „Angriff auf die heimische Wertschöpfung“ und fordert eine klare Differenzierung nach Herkunft des Rohstoffs. Der heimische Sojaanbau sei zentral für Eiweißversorgung und Energieproduktion.

Auch Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig stellt sich im Gespräch mit der APA gegen die EU-Vorhaben. Er will das Thema beim EU-Agrarministerrat aufgreifen und sieht in der geplanten Regelung ein faktisches Verbot der Nutzung von Sojaöl für erneuerbare Energien, das aus seiner Sicht nicht akzeptabel ist.

Hintergrund der Diskussion ist die wirtschaftliche Verwertung der Sojabohne. Neben Futtermitteln entsteht als Nebenprodukt Sojaöl, das bislang in der Biodieselproduktion eingesetzt wird. Branchenvertreter warnen, dass ein Wegfall dieses Absatzmarktes viele Ölmühlen unter Druck setzen und Investitionen gefährden könnte. Zudem könne die EU-Strategie zur Stärkung heimischer Eiweißpflanzen konterkariert werden. Österreich zählt mit rund 272.000 Tonnen Ernte im Jahr 2025 zu den größten Sojaproduzenten der EU. Es bleibt vorerst spannend.

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