Person hält Kreditkarte an ein kontaktloses Zahlungsgerät, um eine Transaktion abzuschließen. Im Hintergrund ein Tisch mit Tasse.

Copyright © Linkbewusst SRL

Vom Marktstand bis zum Hofladen: Kassieren leicht gemacht

Immer mehr Menschen kaufen regionale Lebensmittel, und das am liebsten direkt beim Produzenten: Die Direktvermarktung ist für viele landwirtschaftliche Betriebe ein wichtiger Betriebszweig – insbesondere in dicht besiedelten Gebieten profitieren Landwirte von der Nähe zum Kunden. Ob Gemüsekiste, Wochenmarkt, Hofladen oder unbemannter Verkaufsstand zur Selbstbedienung: Wer selbst erzeugte Produkte verkauft, profitiert von Wertschöpfung direkt vor Ort. Vorausgesetzt, er behält dabei den verpflichtenden steuerlichen und rechtlichen Rahmen im Blick.

Denn was viele unterschätzen: Landwirtschaftsbetriebe mit Direktvermarktung haben oft erhebliche Barumsätze. Laut Gesetz müssen Kasseneinnahmen und -ausgaben täglich erfasst werden. Werden bestimmte Standards nicht beachtet, kann es schnell zu erheblichen Steuernachzahlungen kommen.

Der Marktstand: Mobil, spontan, persönlich

Der Wochenmarkt ist die klassischste Form der Direktvermarktung. Der direkte Kontakt mit einer urbanen Kundschaft und die guten Margen sind Argumente, die fürs Marktfahren sprechen. Doch wer einmal mit Gemüsekisten, Waage und Geldkassette auf dem Marktplatz steht, merkt schnell: Ohne durchdachtes Kassensystem ist das Abrechnungschaos vorprogrammiert.

Die Anforderungen an eine Marktkasse sind spezifisch. Sie muss mobil sein, offline funktionieren, wenn das WLAN versagt, und gleichzeitig alle gesetzlichen Anforderungen erfüllen. Auch Stromversorgung ist nicht immer vorhanden. Verschiedene Anbieter halten hierfür unterschiedliche Lösungen bereit, zwischen denen man wählen kann.

Der Hofladen: Mehr Umsatz, mehr Kontrolle nötig

Im Hofladen steigen die Anforderungen an die Kassenführung weiter. Hier laufen täglich Dutzende Transaktionen ab, teils mit wechselnden Preisen je nach Saison, teils mit Pfand auf Mehrwegverpackungen. Eine gute Kassenlösung sollte außerdem verschiedene Waagentypen unterstützen und eine automatische Tara-Berechnung für Mehrwegverpackungen ermöglichen, sodass das Nettogewicht in Echtzeit ermittelt werden kann.

Elektronische Kassensysteme müssen auch hier den gesetzlichen Rahmenbedingungen entsprechen und damit über eine lückenlose Aufzeichnung und Sicherung sämtlicher Umsatzdaten und Kassenvorgänge verfügen. In Österreich gilt die Registrierkassenpflicht für Betriebe ab einem bestimmten Jahresumsatz – wer im Umsatz wächst, muss also früher oder später umrüsten.

Was eine gute Kassenlösung für die Landwirtschaft können muss

Für Erzeuger sind in erster Linie Direktvermarktungslösungen interessant, die möglichst wenig Zeit in Anspruch nehmen. Die Hauptarbeit besteht im Produzieren von Produkten – der Verkauf kommt als zusätzliche Aufgabe hinzu und sollte möglichst wenig Aufwand kosten.

Konkret heißt das: Das System muss schnell zu bedienen sein, auch von Personen ohne Kassenerfahrung. Es braucht eine Option für den Verkauf nach Gewicht, eine Offline-Funktion für schlechte Netzabdeckung am Hof und eine einfache Übergabe der Daten an die Buchhaltung. Wenn das Vermarktungskonzept häufiger wechselnde Preise beinhaltet – etwa weil Waren bald verfallen oder saisonale Zusammenstellungen angeboten werden – gibt es Anbieter, die dies einfacher ermöglichen als andere.

Spezialisierte Kassenlösungen für die Landwirtschaft sind genau auf diese Anforderungen ausgerichtet: RKSV-konform, mobil einsetzbar, mit automatisierter Buchhaltung und Kartenzahlung – damit der Fokus auf dem Hof bleibt und nicht auf der Kasse.

Fazit: Wer früh investiert, spart später Zeit

Als Fazit lässt sich sagen, dass Anbieter von Kassensystemen mittlerweile auch Hofläden als Kunden im Blick haben und daher Lösungen anbieten, die gezielt auf das zugeschnitten sind, was Direktvermarkter brauchen. Wer beim Kassensystem auf eine spezialisierte Lösung setzt, spart Zeit bei jedem Verkauf und Ärger beim nächsten Betriebsprüfungstermin.

Weitere Artikel