Gruppenfoto der Eröffnung der PV-Anlage am ehemaligen Rübenlagerplatz in Trautmannsdorf.

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Strom statt Zuckerrüben: PV-Projekt in Trautmannsdorf eröffnet

Ein ehemaliger Rübenlagerplatz im Industrieviertel erhält als Herzstück eines Erneuerbare-Energie-Projekts eine neue Funktion.

In Trautmannsdorf im Bezirk Bruck an der Leitha setzt man voll auf Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie. Der bestehende Windpark in der Gemeinde wurde um eine gemeinschaftlich errichtete Photovoltaikanlage mit einer Gesamtleistung von rund 5 Megawatt-Peak ergänzt. Vergangenen Freitag luden die Träger des Projekts – die Gemeinde Trautmannsdorf, der Verband die Rübenbauern und zwei Landwirte – zur feierlichen Eröffnung.

Wind- und Sonnenergie gegen Stromspitzen

Seitens der Organisatoren wurde betont, dass es sich nunmehr um eine Hybridanlage handle. Die Ergänzung von Wind- und Sonnenenergie führe demnach zu einer Verstetigung der Stromeinspeisung. Für die PV-Anlage wurde keine neue Fläche in Beschlag genommen, sondern ausschließlich bereits versiegelte Flächen dafür herangezogen: Mit PV-Modulen ausgestattet wurden etwa der ehemalige Rübenlagerplatz sowie bestehende Dachflächen der beteiligten landwirtschaftlichen Betriebe.

Die energetische Nutzung von stillgelegten Rübenlagerplätzen ist eine sinnvolle Weiterentwicklung.

Ernst Karpfinger

Präsident „Die Rübenbauern“

„Die energetische Nutzung von stillgelegten Rübenlagerplätzen ist zusätzlich zur Tatsache, dass bereits versiegelte Flächen zur Energienutzung verwendet werden, eine sinnvolle Weiterentwicklung und kann Teil der von der Politik gewünschten grünen Energiewende sein“, betonte Ernst Karpfinger, Rübenbauern-Präsident. Für seinen Verband handelt es sich bei der Nachnutzung des Areals in Trautmannsdorf um eine Premiere.

„Neues Kapitel“ für Rübenbauern

Allein die vom Verband bereitgestellte Fläche von 1,3 Hektar liefert eine Leistung von 1,9 Megawatt-Peak. Damit könne der durchschnittliche jährliche Strombedarf von rund 380 Haushalten gedeckt werden, teilen die Rübenbauern mit. Auch Verbandsdirektor Markus Schöberl ortet in der Lösung „möglicherweise ein neues Kapitel in der Rübenbauerngeschichte“, wiewohl er anmerkte, dass die Umsetzung und Errichtung phasenweise herausfordernd gewesen seien. „Einerseits wegen regulatorischer Hürden und andererseits wirtschaftlicher Turbulenzen des Hauptlieferanten kurz vor Fertigstellung. Dadurch hat sich die Inbetriebnahme unserer PV-Anlage um etwa ein halbes Jahr verschoben“, so Schöberl.

Die VorgeschichteSo ist die Rübenkampagne 2025/26 abgelaufen.

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