Radfahrer am Land

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Natur bewusst nutzen

Die Natur lockt viele als Erholungsraum, doch unachtsame Freizeitnutzung belastet bäuerliche Betriebe. Der OÖ Bauernbund fordert Rücksicht und klare Wege.

Die Nutzung der heimischen Natur als Erholungsraum erfreut sich ungebrochener Beliebtheit. Wandern, Mountainbiken und andere Outdoor-Aktivitäten leisten einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit und Lebensqualität vieler Menschen. 

Bäuerliche Flächen sind keine Freizeitzonen

Gleichzeitig geraten bäuerliche Familienbetriebe jedoch zunehmend unter Druck, da ihre Wiesen und Wälder immer stärker als frei zugänglicher Freizeitraum wahrgenommen werden. Der OÖ Bauernbund fordert mehr Bewusstsein und Respekt: „Die Felder und Wälder der Bauern sind keine beliebig nutzbaren Freizeitflächen, sondern die Grundlage für die Arbeit und Existenz bäuerlicher Familien. Wer sich in der Natur bewegt, muss sich bewusst sein, dass er sich meist auf dem Grund der Bäuerinnen und Bauern befindet“, betont Direktor Wolfgang Wallner.

Darüber hinaus sind land- und forstwirtschaftliche Flächen in erster Linie Arbeits- und Produktionsräume. Die unkontrollierte Freizeitnutzung kann die bäuerliche Bewirtschaftung teils erheblich beeinträchtigen. Neben Störungen durch das Betreten oder Befahren von Flächen kommt es auch immer wieder zu gefährlichen Situationen, etwa bei forstlichen Arbeiten oder während der Erntezeit.

Schutz für Tiere, Natur und Menschen

Vor allem der Wald ist zu dieser Jahreszeit sensibel hinsichtlich Flora und Fauna. Viele heimische Arten haben jetzt Brut- und Setzzeit. „Das Einhalten gewisser Fair-Play-Grundsätze schützt nicht nur Tiere und Natur, sondern auch die Sicherheit der Menschen im Wald“, so Andreas Gruber, Vorstand der Bundesforste.

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Der OÖ Bauernbund appelliert, ausschließlich gekennzeichnete Wege zu nutzen und Rücksicht auf die bäuerliche Arbeit zu nehmen.

Digitale Fehlleitungen verstärken Probleme

Ein wachsendes Problem stellt die Nutzung digitaler Routen-Apps dar. Häufig werden Wege geteilt, die nicht offiziell freigegeben sind. Nachfolgende Nutzer können nicht erkennen, ob sie sich auf legalen Strecken bewegen. „Digitale Plattformen verleiten viele dazu, Wege zu nutzen, die nie für die Öffentlichkeit bestimmt waren. Hier braucht es mehr Eigenverantwortung und ein kritisches Hinterfragen der angezeigten Routen“, fordert Wallner.

Wildparken und Müll belasten ländlichen Raum

Neben der Nutzung von Wegen stellt auch das Verhalten rund um die Anreise ein Problem dar. Illegales Parken auf Feld- und Forstwegen können Arbeitsabläufe behindern und wichtige Zufahrten blockieren. Zusätzlich berichten viele Bäuerinnen und Bauern von zunehmender Vermüllung entlang beliebter Routen. „Es kann nicht sein, dass Zufahrtswege verstellt oder Wiesen als Parkplätze genutzt werden. Das erschwert die Bewirtschaftung massiv und zeigt mangelnden Respekt gegenüber den Eigentümern. Da braucht es ein wenig mehr Hausverstand“, so Wallner und spricht sich vor allem für mehr Respekt gegenüber den Grundeigentümern aus.

Kooperation statt Konfrontation

Der OÖ Bauernbund setzt weiterhin auf Aufklärung und Zusammenarbeit. Informationstafeln des OÖ Bauernbundes sollen dazu beitragen, das Verständnis zwischen Freizeitnutzern und Grundeigentümern zu stärken.

Wallner unterstreicht abschließend: „Ein gutes Miteinander ist möglich – aber nur, wenn Regeln eingehalten werden. Wer die Natur genießen möchte, muss auch Verantwortung übernehmen. Respekt gegenüber Eigentum und Arbeit ist die Grundlage dafür.“

Informationen und Tafeln:

Rechtliche Details sind auf der Website des
OÖ Bauernbundes zu finden. Informationstafeln sind unter ooe.bauernbund.at/produkt-kategorie/tafeln/ erhältlich.

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