Mit dem Abschluss des Jagdjahres 2025/26 liegt die endgültige Jagdstatistik des Landes Tirol vor. Beim Rotwild wurden 11.892 Stück als Abgang verzeichnet, die Abschusserfüllung lag bei knapp 90 Prozent.
„Die Jägerinnen und Jäger in Tirol leisten auch unter zunehmend anspruchsvollen Rahmenbedingungen einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Wälder und den Lebensraum der Wildtiere“, betont LH-Stv. Josef Geisler. „Die neuerlich angehobenen Zielvorgaben zeigen, wie ambitioniert die Aufgabenstellung ist – umso mehr ist das erreichte Ergebnis als solide Leistung einzuordnen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen weiter – wir müssen weiterhin dranbleiben.“
Steigende Anforderungen in der Jagd
Das vergangene Jagdjahr habe die Jägerschaft vor große Herausforderungen gestellt. „Trotz nochmals erhöhter Abschussvorgaben konnte ein insgesamt solides Ergebnis erzielt werden. Für uns Jägerinnen und Jäger war das vergangene Jagdjahr in vielerlei Hinsicht fordernd“, sagt Landesjägermeister Anton Larcher: „Wir erleben in der täglichen Revierarbeit sehr unmittelbar, wie sich das Verhalten des Wildes verändert – sei es durch zunehmende Störungen im Lebensraum oder durch witterungsbedingte Verschiebungen. Das verlangt viel Erfahrung, Geduld und ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit." Die Jägerschaft sei bereit, diesen Weg weiterzugehen und ihren Beitrag zu leisten – dies erfordere jedoch weiterhin abgestimmte Maßnahmen.
TBC in Tirol: Fokus auf Rinder und Almen
Ein zentraler Schwerpunkt bleibe die Bekämpfung der Rotwild-Tuberkulose (TBC). Nach dem Almabtrieb würden jährlich rund 4.000 Rinder in rund 500 Betrieben untersucht. Seit 2016 bis einschließlich 2023 seien dabei nur vereinzelt Fälle festgestellt worden.
Im Jahr 2024 seien bei den Herbstuntersuchungen fünf Rinder in fünf Beständen positiv getestet worden, im Jahr 2025 zwei Rinder in zwei Beständen im Bezirk Landeck. Dabei habe es sich jeweils um frische Infektionen in einem sehr frühen Stadium gehandelt, ohne festgestellte Weiterverbreitung.
Rotwild-Monitoring in Tirol
Auch beim Rotwild erfolge ein umfassendes Monitoring in Tirol. Im Jagdjahr 2025/26 seien 583 Stück untersucht worden, 27 davon seien positiv gewesen – 23 im Bezirk Landeck und vier im Bezirk Reutte. Zusätzlich seien im hinteren Lechtal zehn weitere positive Fälle festgestellt worden.
„Gerade in einzelnen Regionen macht die Entwicklung deutlich, wie wichtig es ist, die eingeschlagenen Maßnahmen konsequent weiterzuführen und bei Bedarf weiter zu intensivieren“, betont Landesveterinärdirektor Matthias Vill.
„Die bisherigen Fortschritte sind das Ergebnis eines engen Zusammenspiels aller Beteiligten. Gleichzeitig ist klar, dass wir diesen Weg auch weitergehen müssen, um die TBC-Situation nachhaltig zu verbessern. Jede Reduktion der Infektionsrate trägt dazu bei, das Risiko eines Eintrags in die Rinderbestände weiter zu minimieren“, so Vill weiter.
Maßnahmen gegen TBC
Die Reduktion der Wilddichte, ein engmaschiges Monitoring sowie gezielte Hygienemaßnahmen – etwa bei Fütterungen und zur Minimierung von Kontakten zwischen Wild- und Nutztieren – blieben zentrale Bausteine.
„Die gute Zusammenarbeit, insbesondere mit dem Tiroler Jägerverband, ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor und hat sich in den vergangenen Jahren bewährt. Gleichzeitig wissen wir, dass die Herausforderungen nicht kleiner werden. Umso wichtiger ist es, dass wir diesen gemeinsamen Weg weiterhin mit Nachdruck verfolgen und die Kräfte bündeln. Nur so können wir langfristig gesunde Wildbestände sichern, unsere Wälder und unsere Landwirtschaft schützen und damit die Lebensgrundlagen für kommende Generationen erhalten“, betont LH-Stv. Geisler abschließend.
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