Mann mit Eiern

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Wie man bei Eiern Versorgungslücke schließen will

Die Ursachen für die Engpässe bei den Eiern sind vielfältig. Die Versorgung mit Eiern in der Osterzeit ist grundsätzlich gesichert.

Die Versorgung mit Eiern rund um Ostern ist gesichert, auch wenn möglicherweise nicht jederzeit immer alle Haltungsformen im Regal verfügbar sind. Mit dieser Botschaft trat die steirische LK-Vizepräsidentin Maria Pein zusammen mit Hans Peter Schlegl, Obmann Geflügelwirtschaft Steiermark, an die Öffentlichkeit.

Wenig neue Ställe

Einleitend beschrieben sie aber die Ursachen für die derzeitige Eier-Knappheit. Ein Grund ist, dass in den zuletzt wirtschaftlich mageren Jahren von den Legehennenhaltern kaum Ställe gebaut wurden. Gleichzeitig hörten aber immer wieder Betriebe auf. Dazu kamen massive Ausfälle von Legehennen durch die Vogelgrippe im Norden von Europa. Rund zwölf Millionen Tiere mussten gekeult werden. Außerdem sorgt der anhaltende Protein-Trend für steigende Nachfrage nach Eiern, denn diese sind eine unverzichtbare, hocheffiziente und zugleich kostengünstige Eiweißquelle. In den vergangenen fünf Jahren ist der Pro-Kopf-Verbrauch in Österreich um 14 Stück gestiegen.

Die „Eiermark“

Die Steiermark ist in Österreich das Eierland Nummer eins. Hier werden rund 2,5 Millionen Legehennen gehalten. Damit das so bleibt, verlangten Pein und Schlegl schnelle und effiziente Bauverfahren, verlässliche Vermarktungspartner und eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung bei verarbeiteten Lebensmitteln mit Ei-Anteil. „Investitionen in neue Stallungen erfordern langfristig stabile Einkommensverhältnisse. Wir erweitern die Produktion schrittweise und mit klarer Perspektive“, unterstrich Hans-Peter Schlegl, Obmann der Geflügelwirtschaft Steiermark.

Zukunftspläne

Die Branche rechnet bundesweit mit einem zusätzlichen Legehennenbestand von rund 500.000 Tieren bis zum Jahr 2028. Insgesamt würde der Bestand damit von derzeit rund 7,5 auf etwa 8 Millionen Legehennen in Österreich steigen. Das entspricht rund 135 Millionen zusätzlichen Eiern für Handel und Gastronomie. Bis 2030 soll österreichweit eine weitere Aufstockung um 500.000 Legehennen für Entspannung sorgen, überwiegend in Freilandhaltung.

 

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