Klausur TBB 2026

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Zukunft kraftvoll gestalten

Unter dem Leitmotiv „Beständige Werte – neue Wege“ hat der Tiroler Bauernbund im vergangenen Jahr intensiv an der strategischen Ausrichtung für die Zukunft gearbeitet. Im Blick: die Bauernbund-Urwahlen ab Oktober 2026 und die Landwirtschaftskammerwahl im Februar 2027.

Die Stärke des Tiroler Bauernbundes liegt vor allem in der politischen Vertretung, der Verankerung auf Ortsebene und der engen Verbindung zur Landwirtschaftskammer. Künftig soll insbesondere die Zusammenarbeit der verschiedenen Teilorganisationen weiter intensiviert werden.

„Eine Organisation wie der Tiroler Bauernbund mit seinen Teil- bzw. befreundeten Organisationen – den Bäuerinnen, der Jungbauernschaft/Landjugend und Forum Land – entfaltet nur dann ihre volle Wirkung, wenn das Zusammenspiel funktioniert“, betont Bauernbunddirektor Dr. Peter Raggl. „Tirols Bäuerinnen und Bauern können nur erfolgreich sein, wenn wir gemeinsam in eine Richtung ziehen und auch künftig eine starke Interessenvertretung in der Politik haben.“

Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungen wurde ein umfassender Strategieprozess initiiert, der bereits im vergangenen Jahr gestartet ist. Rund 170 Personen waren in die Erarbeitung von Lösungsansätzen eingebunden. Grundlage dafür bildeten konkrete Lebens-, Betriebs- und Arbeitssituationen.

Mehr Beteiligung, stärkeres Miteinander

Ein Schwerpunkt liegt künftig auf der stärkeren Einbindung von Bäuerinnen sowie der Jugend. Ziel ist es, ihre Perspektiven sichtbarer zu machen und ihre Mitwirkung zu erleichtern – etwa durch zeitgemäße Rahmenbedingungen, gezielte Ansprache und neue Beteiligungsformate. „Bäuerinnen leisten enorm viel, aber ihre Anliegen sind politisch nicht überall ausreichend sichtbar. Wenn der Blickwinkel der Frauen einfließen soll, müssen Bäuerinnen in den Gremien vertreten sein“, sagt Andrea Lechleitner, Bauernbundobmann-Stellvertreterin und Landesbäuerin-Stellvertreterin. Gleichzeitig soll die Plattform Forum Land als Dialograum im ländlichen Raum weiter gestärkt werden, um Austausch, Vernetzung und gemeinsame Lösungsansätze über Organisationsgrenzen hinweg zu fördern.

Digitalisierung und Unterstützung im Fokus

Ein zentrales Handlungsfeld liegt zudem im Ausbau digitaler Kommunikationswege. Über einen WhatsApp-Infodienst sollen Mitglieder regelmäßig mit aktuellen Informationen versorgt werden. Ergänzend dazu dient das digitale „Bauernbarometer“ als Instrument zur Erhebung von Stimmungsbildern und Anliegen innerhalb der Organisation. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in die Festlegung künftiger Jahresschwerpunkte einfließen. Auch soziale Medien werden genutzt, um Mitglieder sichtbarer zu machen.

„Wir wollen näher an unseren Mitgliedern sein und ihre Anliegen noch schneller aufnehmen. Digitale Werkzeuge helfen uns dabei, den direkten Draht zu stärken und fundierte Entscheidungen zu treffen“, erklärt Raggl.

Ein weiterer Schwerpunkt betrifft die transparente Darstellung des Mitgliedsbeitrags. Künftig soll klarer aufgezeigt werden, welche Leistungen und Services – etwa Rechtsberatung, Bezirksversammlungen oder Gutscheinangebote – damit verbunden sind.

Zur Entlastung der Funktionärinnen und Funktionäre sind ebenfalls verschiedene Maßnahmen vorgesehen. Dazu zählen unter anderem der Aufbau einer Wissensdatenbank mit Best-Practice-Beispielen, Faktenblättern und Kurzvideos sowie Schulungsangebote in Bereichen wie Rhetorik, Konfliktmanagement und Social Media.

„Unsere Funktionärinnen und Funktionäre leisten tagtäglich Großartiges. Es ist unsere Aufgabe, ihnen bestmögliche Unterstützung zu bieten, damit sie sich auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren können“, so Raggl.

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