Agrana-Gelände in Tulln

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Agrana erwartet im neuen Geschäftsjahr ein Plus

Sofern der Krieg in Nahost nicht länger anhält, geht die Agrana-Führungsriege von einer positiven Entwicklung des im März gestarteten Bilanzjahres aus.

Der Frucht-, Zucker- und Stärkekonzern Agrana startet optimistisch ins neue Geschäftsjahr. Wie vergangene Woche mitgeteilt wurde, hat der Vorstand der Beteiligungs-AG der Hauptversammlung – vorbehaltlich der Billigung durch den Aufsichtsrat – eine Dividendenzahlung in Höhe von 35 Cent pro Aktie vorgeschlagen. Diese soll für das im Februar abgeschlossene Geschäftsjahr gewährt werden.

Cashflow und Verschuldung entscheidend

Der Vorschlag ist, Konzernangaben zufolge, im Einklang mit der „berechenbaren, transparenten Dividendenpolitik“ zu stehen. Dass das Ergebnis aus Sondereinflüssen im Jahr 2025/26 durch die nicht zahlungswirksame Wertminderung auf Anlagevermögen im Segment Zucker mit einem Minus von 74,1 Mio. Euro zu Buche schlug, spiele dabei keine Rolle. Agrana zufolge seien nämlich auch Cashflow und Verschuldungssituation, „bei gleichzeitiger Wahrung einer soliden Bilanzstruktur“, entscheidend. Ob die Dividende gebilligt wird, werden nun die Gremien entscheiden. Der Aufsichtsrat tritt im Mai zusammen, die Hauptversammlung ist für Anfang Juli anberaumt.

Erste Prognose vorgelegt

Mittlerweile sei auch die Planung für das angelaufene Geschäftsjahr 2026/27 abgeschlossen. Die Führungsetage wagte daher eine erste Prognose der zu erwartenden Bilanzen. Demnach soll von 1. März 2026 bis 28. Februar 2027 das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Vorjahresvergleich um mehr als 50 Prozent zulegen. Zur Einordnung: Zuletzt hatte das EBIT 3,2 Mio. Euro betragen, nach mehr als 40 Mio. Euro im Bilanzjahr 2024/25. Der Konzern erwartet heuer ein Ergebnis zwischen 70 und 90 Mio. Euro. Auch der Umsatz soll um ein bis fünf Prozent zulegen.

Iran-Krieg als großes Fragezeichen

Als großes Aber wird allerdings der Iran-Krieg ins Treffen geführt. Dieser habe auch bei Agrana eine „nochmalige Verstärkung der bereits bestehenden hohen Volatilitäten auf den Absatzmärkten und weiteren Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten“ nach sich gezogen.

Die Prognose sei deshalb vorbehaltlich einer baldigen Beruhigung der Lage im Nahen Osten zu verstehen. „Agrana plant, etwaige deutlich steigende Preise, insbesondere im Rohstoff- und Energiebereich, in neuen Kundenkontrakten weitergeben zu können“, wurde mitgeteilt.

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