Bauerngarten

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Den Bauerngarten neu entdecken: Vielfalt vor der Haustür

Als vielfältiger Nutzgarten, als Ort der Artenvielfalt und als Stück bäuerlicher Kultur gehört der Bauerngarten auf den meisten Höfen einfach dazu. Hier ein paar Tipps für die Gestaltung.

Der Bauerngarten hat eine lange Tradition. Schon früher lag er meist in unmittelbarer Nähe zum Wohnhaus. Er liefert frisches Gemüse für die Küche, Kräuter für die Hausapotheke und Blumen zur Dekoration oder für kirchliche Feste. Anders als reine Gemüse gärten macht den Bauern garten immer eine Mischung aus Nutz- und Zierpflanzen aus. Neben Salat oder Karotten wachsen dort also auch Blumen und Ziergehölze. Die se Kombination ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch praktisch: Viele Blumen locken Nützlinge an und halten Schädlinge fern.

Auch wenn es den einen „typischen“ Bauerngarten nicht gibt,

zeichnen sich viele dieser Gärten durch eine klare und praktische Gestaltung aus. Wege teilen die Fläche in über schaubare Bereiche, sodass die Beete gut erreichbar sind und die Pflege erleichtert wird. Da bei passt sich der Garten meist an die Gegebenheiten des Hofes an, also Größe, Lage und Bodenart. Typisch sind natürliche Einfassungen der Beete, etwa aus Holz, Weidengeflecht, Naturstein oder niedrigen Hecken. Ein Zaun rund um den Garten gehört ebenfalls häufig dazu, um ihn vor Tieren zu schützen und ihn optisch vom restlichen Hofbereich abzugrenzen.

Gemüse für die tägliche Küche

Der wichtigste Bestandteil eines Bauerngartens ist und bleibt das eigene Gemüse. Oft selbst gezogen, bildet es die Grundlage für die Versorgung der Familie mit frischen Lebensmitteln. Typische Kulturen für die Eigenversorgung sind zum Beispiel:

  • Salat

  • Karotten

  • Zwiebeln und Knoblauch

  • Kohlarten wie Kraut oder Karfiol

  • Bohnen und Erbsen

  • Gurken und Kürbis

  • Mangold oder Spinat

Viele dieser Kulturen lassen sich gut kombinieren und in Mischkultur anbauen. So können etwa Karotten und Zwiebeln nebeneinander wachsen, weil sie sich gegenseitig vor bestimmten Schädlingen schützen. Auch alte, robuste Sorten halten heute wieder verstärkt Einzug. Sie sind oft widerstandsfähiger und ihnen wird ein besonders aromatischer Geschmack nachgesagt. Ganz nebenbei trägt ihr Anbau zum Erhalt der Sortenvielfalt bei.

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Blumen bringen Farbe ins Beet und locken Nützlinge an.

Kräuter: Unverzichtbar in Küche und Hausapotheke

Ein Bauerngarten ohne Kräu ter wäre kaum vorstellbar. Sie sind nicht nur wichtige Zutaten in der Küche, sondern werden auch als Heilpflanzen genutzt. Zu den klassischen Kräutern zählen Petersilie, Schnittlauch, Majoran, Thymian, Salbei, Min ze oder Melisse. Viele dieser Kräuter sind mehrjährig und bleiben entsprechend lange an Ort und Stelle.

Blumen bringen Farbe und locken Nützlinge

Neben Gemüse und Kräutern spielen Blumen im Bauerngarten eine wichtige Rolle. Sie sorgen für Farbe und Vielfalt und sie erfüllen auch eine ökologische Funktion. Beliebte Blumen im Bauern garten sind etwa Pfingstrosen, Stockrosen, Ringelblumen, Sonnenblumen oder Mohn. Viele dieser Pflanzen sind besonders robust und versa men ganz von allein. Dadurch entsteht im Laufe der Jahre ein natürlicher, lebendiger Garten. Außerdem locken die Blüten zahlreiche Insekten an, dar unter Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Diese sorgen wiederum für die Bestäubung vieler Nutzpflanzen. So entsteht von Menschen hand, nur einen Steinwurf vom Bauernhaus entfernt, ein viel fältiger, ökologisch wertvoller Lebensraum.

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