proHolz Gestaltungspreis 2026

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Bühne frei für Tirols Tischlernachwuchs

Bereits zum siebten Mal wird heuer der Gestaltungspreis für Gesellenstücke des Tiroler Tischlerhandwerks vergeben – eine besondere Auszeichnung für die besten Nachwuchstalente der Branche. Die Landesinnung der Tischler und Holzgestalter würdigt gemeinsam mit proHolz Tirol kreative Gesellenstücke.

Seit Jahren setzt die Landesinnung in enger Zusammenarbeit mit den Fachberufsschulen in Absam und Lienz gezielt Impulse im Bereich Gestaltung und Design. Ziel ist es, die gestalterische Kompetenz in der Ausbildung weiter zu stärken und das hohe Qualitätsniveau des Tiroler Tischlerhandwerks nachhaltig abzusichern. „Der Gestaltungspreis ist ein sichtbares Zeichen dafür, wieviel Innovationskraft, Kreativität und Präzision in unserem heimischen Handwerk stecken. Gerade in einer Zeit in der sich vieles verändert, sind es gut ausgebildete engagierte junge Menschen, die mit Können, Ideenreichtum und Mut neue Maßstäbe setzen.“, betont LH-Stv. Josef Geisler.

Außergewöhnliche Leistungen

Auch Landesinnungsmeister Helmuth Hehenberger unterstreicht die Bedeutung des Preises: „Der Gestaltungspreis macht außergewöhnliche Leistungen sichtbar und motiviert junge Menschen, ihren Weg im Handwerk mit Selbstbewusstsein und Innovationsgeist weiterzugehen.“ Besonders erfreulich ist die zunehmende Verbindung von traditionellem Handwerk mit zeitgemäßen Designansätzen. 

Insgesamt wurden heuer 27 Projekte eingereicht, 24 davon erreichten die zweite Juryrunde. Letztlich präsentierten 15 junge Tischler ihre Arbeiten in der Hypo Tirol Bank am Innsbrucker Bozner Platz vor einer fünfköpfigen Fachjury. Unter dem Vorsitz von Architekt Wolfgang Pöschl wurden die Arbeiten intensiv diskutiert und bewertet, bevor die endgültigen Entscheidungen getroffen wurden.

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Eine Auszeichnung erlangte Katharina Huter vom Ausbildungsbetrieb Gerhard Höckner in der Kategorie Tischler.

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Eine Auszeichnung in der Kategorie Tischlereitechnik erlangte Valentina Felicitas Grassmayr vom Ausbildungsbetrieb Holzmanufaktur und Vitrinenbau Auer.

Ergebnisse der Jury

  • Tischler (dreijährige Lehre): 1 Auszeichnung, 2 Anerkennungen, 3 Nominierungen

  • Tischlereitechnik (vierjährige Lehre): 1 Auszeichnung, 2 Anerkennungen,
    6 Nominierungen

„Jeder Teilnehmer ist ein Sieger“, resümiert Wolfgang Pöschl, „denn alle eingereichten Arbeiten zeugen von hoher handwerklicher Qualität und bemerkenswerter gestalterischer Eigenständigkeit. Die Vielfalt der Konzepte zeigt eindrucksvoll, wie lebendig und zukunftsorientiert unser Handwerk ist.“

Der Gestaltungspreis versteht sich nicht nur als Würdigung herausragender Leistungen, sondern auch als Signal für die Zukunft des Tischlerhandwerks in Tirol. proHolz-Vorsitzender Manfred Saurer betont in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Veranstaltung für die gesamte Wertschöpfungskette: „Mit der Präsentation dieser ausgezeichneten Gesellenstücke zeigen wir, welches Potenzial in der heimischen Forst- und Holzwirtschaft steckt – von der Ressource bis zum hochwertigen Designprodukt.“

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