Wie eng Landwirtschaft, Gastronomie, Energie und Naturschutz heute zusammengehören, wurde beim Familienwandertag „Den Lebensmitteln auf der Spur“ in Lichtenegg sichtbar. Rund 500 Besucher machten sich auf den Weg durch die Bucklige Welt und erhielten dabei direkte Einblicke in jene Betriebe, die tagtäglich an einer nachhaltigen Zukunft arbeiten.
Bereits der Start beim Dorfladen Lichtenegg machte deutlich, wie wichtig regionale Wertschöpfungsketten geworden sind. Der Dorfladen ist längst weit mehr als ein Nahversorger. Er verbindet Produzenten mit Konsumenten und schafft eine Plattform für Lebensmittel mit Herkunft und Qualität.
Wie diese Zusammenarbeit funktioniert, zeigte unter anderem Mandl’s Ziegenhof. Die dort erzeugten Käsespezialitäten sind nicht nur im Dorfladen erhältlich, sondern finden auch ihren Weg auf die Speisekarten regionaler Gastronomiebetriebe. Damit entsteht eine enge Partnerschaft zwischen Landwirtschaft und Küche, von der Bauern, Wirte und Gäste gleichermaßen profitieren. Regionale Lebensmittel werden so zu Botschaftern der gesamten Buckligen Welt.
Landwirtschaft und Energie gemeinsam gedacht
Ein besonderer Schwerpunkt des Wandertages lag auf dem Thema Agro-Photovoltaik. Am Wolfshof der Familie Mayrhofer wurde gezeigt, wie Energiegewinnung und landwirtschaftliche Nutzung sinnvoll kombiniert werden können.
Agro-PV ermöglicht die gleichzeitige Nutzung landwirtschaftlicher Flächen für Lebensmittelproduktion und Stromerzeugung. Damit wird ein zentraler Konflikt der Energiewende entschärft: der steigende Flächenbedarf für erneuerbare Energie. Statt wertvolle Böden aus der Produktion zu nehmen, entstehen multifunktionale Flächen mit zusätzlichem ökologischem Nutzen.
Besonders interessant ist dabei der positive Effekt auf die Biodiversität. Durch die Module entstehen unterschiedliche Licht- und Feuchtigkeitszonen, die neuen Lebensraum für Pflanzen und Insekten schaffen. Die Flächen werden strukturreicher und ökologisch wertvoller als intensiv genutzte Monokulturen.
Copyright © Hans Mayrhofer
Am Ende der Wanderung wurden über 500 Personen am Ziegenhof Mandl verköstigt.
Dass moderne Landwirtschaft heute Innovation und Nachhaltigkeit vereinen muss, wurde auch auf dem Betrieb der Familie Schrammel sichtbar. Die Besucher erhielten Einblicke in die Milchwirtschaft und erfuhren, wie viel Fachwissen, Sorgfalt und Verantwortung hinter hochwertiger Milchproduktion stehen. Tierwohl, Fütterung und moderne Stalltechnik spielen dabei eine zentrale Rolle.
Vom Feld bis in den Wald
Neben Landwirtschaft und Energie stand auch die Waldbewirtschaftung im Mittelpunkt. Die Familie Handler demonstrierte moderne Holzernte mit einem Harvester und zeigte, wie bodenschonende Forstwirtschaft zur Entwicklung klimafitter Mischwälder beiträgt.
Der Wald erfüllt in der Buckligen Welt nicht nur eine wirtschaftliche Funktion, sondern prägt auch das Landschaftsbild und schützt wertvolle Lebensräume. Moderne Forsttechnik und ökologische Verantwortung schließen einander dabei längst nicht mehr aus.
Den gelungenen Abschluss bildete die Verpflegung der zahlreichen Besucher am Ziegenhof Mandl gemeinsam mit dem Gasthaus Spenger zum Schönen Grund. Dort wurde einmal mehr sichtbar, wie eng regionale Landwirtschaft und Gastronomie miteinander verbunden sind.
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