Amerikanische Rebzikade

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Amerikanische Rebzikade bedroht Weinbau: NÖ erlässt Verordnung

Während die „Goldgelbe Vergilbung“ bereits in mehreren Weinbauregionen erhebliche Schäden verursacht hat, will Niederösterreich nun vorbeugen. Mit einem umfassenden Maßnahmenpaket soll die Ausbreitung der Amerikanischen Rebzikade gestoppt werden.

Die Amerikanische Rebzikade sorgt in Österreichs Weinbaugebieten für wachsende Besorgnis. Nachdem der Schädling in der Steiermark und im Burgenland bereits massive Schäden verursacht hat, reagiert nun auch Niederösterreich. Die Landesregierung beschloss eine Verordnung, die die Ausbreitung der Rebzikade eindämmen und den heimischen Weinbau schützen soll.

„Der Weinbau ist ein Stück Kulturgut und ein wichtiger Teil des Landschaftsbildes unserer Heimat. Vor allem aber ist er die Existenzgrundlage für zahlreiche Winzerbetriebe, Gastronomie und Tourismus. Mit der Verordnung werden entschlossene Maßnahmen gesetzt, die die Ausbreitung der Rebzikade verhindern, die Goldgelbe Vergilbung der Reben bekämpfen und der heimische Weinbau geschützt werden soll“, betont LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

Gefährlicher Überträger

Die Amerikanische Rebzikade gilt als Hauptüberträger der Rebenkrankheit „Goldgelbe Vergilbung“. Befallene Rebstöcke zeigen gelbliche oder rötliche Verfärbungen, die Blätter rollen sich ein und die Pflanzen sterben schließlich ab. Eine direkte Bekämpfung der Krankheit ist nicht möglich. Erkrankte Reben müssen daher gerodet und entfernt werden.

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Die Amerikanische Rebzikade im Vergleich zu einer 1-Euro-Münze. Trotz ihrer geringen Größe gilt sie als einer der gefährlichsten Schädlinge im europäischen Weinbau, da sie die „Goldgelbe Vergilbung“ übertragen kann.

Noch wurde die Krankheit in Niederösterreich nicht nachgewiesen. Allerdings ist sie bereits in der Steiermark, im Burgenland sowie in Tschechien und der Slowakei verbreitet. Da die flugfähigen Insekten mehrere hundert Meter pro Jahr zurücklegen können, wächst die Sorge vor einer Einschleppung.

Prävention im Fokus

Gemeinsam mit der LK hat das Land daher ein Maßnahmenpaket geschnürt. Vorgesehen sind Vorgaben für den Einsatz spezieller Pflanzenschutzmittel, Melde- und gegebenenfalls Rodepflichten, verstärkte Kontrollen sowie Beratungs- und Informationsangebote für Weinbaubetriebe, Gemeinden und private Rebenbesitzer.

„Die Goldgelbe Vergilbung stellt eine ernsthafte Bedrohung für den Weinbau dar. Niederösterreich setzt deshalb auf rechtzeitige und konsequente Maßnahmen. Entscheidend ist, die Ausbreitung der Amerikanischen Rebzikade einzudämmen und damit eine Ausbreitung der Krankheit zu verringern. Jede unbehandelte Rebe trägt dazu bei, dass sich die Zikade weiter ausbreitet. Umso wichtiger ist es, dass alle Besitzerinnen und Besitzer von Rebstöcken ihrer Verantwortung nachkommen“, betont LK-Präsident Johannes Schmuckenschlager.

Pernkopf appelliert ebenfalls an die gemeinsame Verantwortung: „Schon ein einzelner befallener Rebstock trägt zur weiteren Verbreitung der Amerikanischen Rebzikade bei und stellt damit ein Risiko für umliegende Weingärten dar.“ Die konsequente Umsetzung der Maßnahmen sei entscheidend, um Weinbau, Kulturlandschaft und regionale Wertschöpfung langfristig zu sichern.

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