Der Palmsonntag wird vielerorts mit Palmprozessionen begangen, bei denen des Einzuges Jesu in Jerusalem gedacht wird. Dabei werden Öl- oder Palmzweige gesegnet, die nach der Messe zu Hause als Schutz vor Unheil an Kruzifix, Heiligenbildern oder Spiegeln befestigt werden. Die in der Kirche verbleibenden Zweige werden im folgenden Jahr am Aschermittwoch verbrannt; ihre Asche dient zur Spendung des Aschenkreuzes.
Vom Gründonnerstag bis Karfreitag
Der Gründonnerstag ist bereits seit dem 4. Jahrhundert belegt und vergegenwärtigt zentrale biblische Ereignisse: die Fußwaschung, die Einsetzung des Altarsakramentes, die Todesangst Jesu am Ölberg und den Verrat durch Judas. In den Kathedralkirchen wird die Chrisammesse gefeiert, bei der die heiligen Öle geweiht werden. Mit dem Gloria verstummen die Kirchenglocken und „fliegen nach Rom“, erst zum Gloria der Karsamstag-Messe erklingen sie wieder.
Am Karfreitag finden vielerorts Kreuzwegandachten statt, am Nachmittag oder Abend die Feier vom Leiden und Sterben Christi. Das Altarkreuz ist mit einem violetten Tuch verhüllt, statt mit Glocken wird mit Ratschen zum Gottesdienst gerufen. Als Zeichen der Trauer werden Kerzen und Ewiges Licht gelöscht, Statuen mit violetten Tüchern bedeckt. Passionsspiele, Leiden-Christi-Singen oder Besuche beim Heiligen Grab prägen diese Tage.
Karsamstag und Osternacht
Der Karsamstag, Teil des „Triduum Sacrum“, steht im Zeichen der Grabesruhe und der Trauer. Am Vormittag werden wie schon am Karfreitag früh in den Domkirchen sogenannte Trauermetten gefeiert.
Am Abend des Karsamstags wird die Feier der Osternacht als „Auferstehungsfeier“ zelebriert. Die heilige Woche erreicht hier ihren Höhepunkt. In der Osternachtliturgie wird der Sieg Jesu Christi über den Tod als Fundament des christlichen Glaubens in besonderer Weise begangen.
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