Gemälde der biblischen Auferstehungsszene: Christus schwebt über dem leeren Grab, umgeben von Engeln; Soldaten unten schauen überrascht.

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Ostern ist eine Quelle der Zuversicht

Wenn die Christenheit Ostern feiert, erreicht uns das Licht des Ostermorgens. Die Sorgen auf dem Weg zu diesem Osterfest werden nun zurechtgerückt. Persönliche Zukunftsängste, wirtschaftliche Sorgen sowie die Angst vor Terror und Krieg sind keine Gründe zur Verzagtheit. Wer Gott vertraut, der neues Leben schafft, kann auch sich selbst etwas zutrauen. Wer vom Licht des Ostermorgens herkommt, braucht nicht alles grau zu malen. Wer den Neubeginn dieses Tages wahrnimmt, kann nicht darauf beharren, dass alles so bleibt, wie es ist. Unsere Überzeugung soll sein, dass die Zuversicht wieder an Boden gewinnt. Die Osterfreude ist dafür die entscheidende Quelle.

Sehnsucht nach Frieden und Gerechtigkeit

Allen Menschen gemeinsam ist die Sehnsucht nach einer Welt, in der Hass, Neid, Krieg und Gewalt überwunden sind, in der es keinen Hunger, kein Elend und keine Ausgrenzung mehr gibt. Alle sehnen sich nach einer besseren Welt, nach Wohlergehen, Frieden, Solidarität und Gerechtigkeit. In diesem Sinne ist die derzeitige Welt leider auch von Dunkelheit und Angst geprägt. Wir können dies in zahlreichen Zusammenhängen beobachten – angefangen beim Fortdauern des Ukrainekrieges mit dem großen Leid für die Zivilbevölkerung. Wir sehen Ähnliches im Heiligen Land, wo die Menschen weiterhin unter einer schweren humanitären Krise leiden, und seit einiger Zeit auch im Iran. Weitere Krisen prägen das weltweite Geschehen.

Einheit in der Vielfalt als Ziel

Trotz all dieser traurigen Situationen erleben wir in unseren Tagen, wie Menschen einander näherkommen und Völker zusammenrücken. Dadurch entsteht eine sprachliche und kulturelle Vielfalt, die bis in die entlegensten Gebiete reicht. Ziel dieser neuen Weltgesellschaft kann nicht die Vermischung oder Gleichschaltung von Kulturen und Religionen sein, sondern die Einheit in der Vielfalt – ein Miteinander von Lebensformen, Sprachen und Sitten.

Osterbotschaft gilt allen Menschen

Das Licht der Auferstehungsbotschaft reicht also so weit, wie wir denken können. Niemand ist davon ausgeschlossen. Es leuchtet auch für die Menschen, die unter der Endlichkeit ihres Lebens leiden, weil schwere Krankheit sie getroffen hat. Dieses Licht leuchtet ebenso für die Menschen, die sich ausgeschlossen fühlen, weil sie zu den vielen gehören, die keinen Arbeitsplatz finden, obwohl sie sich darum bemühen. So direkt muss heute die Osterbotschaft verkündet werden, damit die einen wie die anderen wissen: Sie sind gemeint.

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