Beim Gauderfest 2026 in Zell am Ziller standen die Tux-Zillertaler Rinder besonders im Mittelpunkt. Die traditionsreiche Tiroler Rasse wurde bei der Tux-Zillertaler-Gauderfestschau, mit der frisch gekürten Moarkuh „Tulpe“ und beim großen Trachtenumzug vor tausenden Besucherinnen und Besuchern präsentiert.
Von 30. April bis 3. Mai wurde Zell am Ziller wieder zum Zentrum alpiner Tradition. Über 30.000 Besucherinnen und Besucher aus dem gesamten Alpenraum kamen zum Gauderfest 2026. Für die Tux-Zillertaler Züchterinnen und Züchter bot das Fest eine große Bühne, um die historische und aktuelle Bedeutung ihrer Rasse sichtbar zu machen.
Tux-Zillertaler als Plakatsujet des Gauderfestes
Schon das heurige Plakatsujet stellte den Kopf eines Tux-Zillertaler Rindes dar. Damit wurde die enge Verbindung zwischen dem Gauderfest und der Tux-Zillertaler Rasse besonders hervorgehoben.
Diese Verbindung reicht weit zurück. Bis in die 1950er-Jahre fanden beim Gauderfest die sogenannten Kuhkämpfe statt. Die Tux-Zillertaler Rinder galten dabei aufgrund ihres besonderen Typs als besonders stark. Heute steht nicht mehr der Kampf, sondern die Präsentation der Rasse als lebendiges Tiroler Kulturgut im Vordergrund.
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Moarkuh „Tulpe“ wurde in Zell am Ziller präsentiert
Ein besonderer Höhepunkt war die Tux-Zillertaler-Tierschau am Freitag. Dabei wurde „Tulpe“ zur schönsten Tux-Zillertalerin und damit zur Moarkuh des Gauderfestes 2026 gekürt. Beim großen Trachtenumzug am Sonntag wurde sie von Manuela Wechselberger „Innerzarge“ präsentiert. Gemeinsam mit ihrem Vater Florian führte sie „Tulpe“ durch Zell am Ziller.
Vier Tux-Zillertaler beim Trachtenumzug
Beim größten Trachtenumzug Österreichs wurden vier Vertreterinnen der Rasse gezeigt, jeweils zwei vom Tuxer und zwei vom Zillertaler Schlag. Präsentiert wurden sie von Johann Dengg „Floacher“, Johann Gschößer „Ried“, Andreas Höllwarth „Ziffat“ mit seinem Neffen Georg sowie Manuela Wechselberger „Innerzarge“ mit ihrem Vater Florian. Unter großem Applaus führten die Bäuerinnen und Bauern ihre Tiere durch die Menschenmengen.
Copyright © Moser
Zeichen für Anerkennung als Unesco-Kulturerbe
Mit ihrem Auftritt beim Gauderfest setzten die Tux-Zillertaler Züchterinnen und Züchter ein weiteres sichtbares Zeichen im laufenden Verfahren zur Anerkennung als Unesco-Kulturerbe.
Obmann Alois Huber und Zuchtleiter Christian Moser bedankten sich bei den Verantwortlichen des Gauderfestes für die Möglichkeit, die Rasse in diesem Rahmen zu präsentieren: "In den Festtagen konnte die Tux-Zillertaler Rasse vor tausenden Besucherinnen und Besuchern ihre historische und aktuelle Bedeutung zeigen. Wir danken vor allem für den Einsatz jener Bäuerinnen und Bauern, die mit ihrer aktiven Zucht zur Bewahrung dieses Tiroler Kulturgutes beitragen. Ihre Arbeit, ihre Praktiken und ihre Rituale tragen wesentlich dazu bei, die Tux-Zillertaler Rasse an die nächste Generation weiterzugeben."
Julia und Tobias Moretti unterstützen Kulturerbe-Antrag
Im Vorfeld der Tux-Zillertaler Gauderfestschau überreichte Zuchtleiter Christian Moser an Julia und Tobias Moretti eine Ausgabe des neuen Tux-Zillertaler Buches. Er bedankte sich dabei für ihre aktive Unterstützung beim aktuell laufenden Antrag der Tux-Zillertaler als Unesco-Kulturerbe.
Julia und Tobias Moretti sind seit fast 30 Jahren Tux-Zillertaler Züchter. Ihren rund 600 Jahre alten Biobauernhof haben sie mit großem Einsatz renoviert. Heute werden dort 15 Tux-Zillertaler gehalten, mittlerweile alle aus eigener Nachzucht.
Die Bewirtschaftung der sieben Hektar, darunter teilweise sehr steile Flächen, ist eine große Herausforderung. Für Julia und Tobias Moretti ist der Hof zugleich ein wichtiger Ausgleich zur hektischen Alltagswelt von Kunst, Kultur, Musik, Bühne und Film.
Eine besondere Rarität findet sich auch in der Weihnachtskrippe der Familie Moretti. Die erste Tuxerkuh am Hof, „Hertha“, hat dort ihren fixen Platz. Mehr dazu und viele weitere Geschichten sind im neuen Tux-Zillertaler Buch nachzulesen. Bestellungen sind unter [email protected] möglich.
Copyright © Moser
Julia und Tobias Moretti, unterstützen den UNESCO-Kulturerbe-Antrag von Zuchtleiter Christian Moser (Mitte).
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