Seit mehr als 40 Jahren arbeiten land- und hauswirtschaftliche Schulen in Tirol, Südtirol und dem Trentino zusammen. Am Mittwoch wurde diese Kooperation an der Landwirtschaftlichen Lehranstalt Rotholz offiziell erneuert. Vorgestellt wurden ein neues Abkommen, ein neues Logo sowie eine gemeinsame Urkunde.
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Die Vereinbarung wird von den Landeshauptleuten, den zuständigen Landesrätinnen und Landesräten sowie den Direktorinnen und Direktoren aller elf beteiligten Schulen unterzeichnet. Ziel ist es, gemeinsame Projekte und Bildungsprogramme weiter auszubauen und den Austausch über die Landesgrenzen hinweg zu stärken.
Der Euregio-Präsident, LH Anton Mattle, betonte: „Ich bin überzeugt davon, dass der Euregio-Gedanke bereits bei Kindern und Jugendlichen gelebt werden muss.“
Geschichte und Entwicklung des Euregio-Rings
1868
Der Tiroler Landtag beschließt die Gründung landwirtschaftlicher Schulen in Rotholz und San Michele all’Adige.1874 / 1879
Die Schulen nehmen ihren Betrieb auf.Nach 1945
Südtiroler Schülerinnen und Schüler besuchen überwiegend Schulen in Nordtirol, eigene Standorte entstehen ab den 1950er-Jahren.1983
Partnerschaftsvertrag zwischen Rotholz und San Michele all’Adige.1984
Gründung des „Rings Landwirtschaftlicher Lehranstalten“ durch Tiroler und Südtiroler Schulen. Erste Ansätze für Austauschprogramme scheitern zunächst an Grenzen und rechtlichen Hürden, entwickeln sich aber in den Folgejahren zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit.1996
Die Stiftung Edmund Mach (Trentino) wird aufgenommen, die Zusammenarbeit wird erweitert.Seit 2023
Die Euregio vergibt die Auszeichnung „Euregio-Schulpartnerschaft“ für Kooperationen zwischen Schulen aus verschiedenen Landesteilen. Auch 2026/27 beteiligen sich wieder zahlreiche Schulen.2026
Erneuerung des Euregio-Rings. Aus zwei Partnern sind elf Schulen geworden. Standorte wurden verlegt, Direktionen teilweise zusammengelegt, die Hauswirtschaft ist als gleichwertiger Ausbildungsschwerpunkt etabliert.
An die Ring-Gründung im Landesgedenkjahr 1984 erinnerte LH-Stv. Josef Geisler: „In all diesen Jahren haben sich die Schulen außerordentlich aktiv ausgetauscht und in vielen Gemeinschaftsprojekten zusammengearbeitet. Damit erweist sich der ländliche Raum und das land- und hauswirtschaftliche Bildungswesen weiterhin als Vorbild für die Pflege der gemeinsamen kulturellen Identität im Euregio-Gebiet, das unser gemeinsames Erbe respektiert und die grenzübergreifende Verbundenheit lebt.“
3000 Schülerinnen und Schüler im Euregio-Ring
Im Schuljahr 2025/26 besuchen knapp 3000 Schülerinnen und Schüler die beteiligten Schulen – 1694 in Tirol, 957 in Südtirol und 300 im Trentino. Rund 500 nahmen an grenzüberschreitenden Veranstaltungen teil.
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Vertreter der Euregio-Politik, Gründungsmitglieder sowie amtierende und frühere Schuldirektoren.
Zu den gemeinsamen Initiativen zählen Mobilitätswochen, landwirtschaftlich-alpine Fachwettbewerbe, der Hauswirtschafts-Award sowie Gesamttiroler Kulturtage.
Gemeinsame Kultur zwischen Tirol, Südtirol und dem Trentino
Im Rahmen des Festakts wurden auch die Ergebnisse des gemeinsamen Kulturtags an der Landwirtschaftlichen Lehranstalt Rotholz vorgestellt: Dabei setzten sich Schüler und Lehrkräfte aus der gesamten Euregio unter dem Motto „Zsomm“ mit land- und hauswirtschaftlichen Themen, kulturellen Fertigkeiten und den Gemeinsamkeiten und Unterschieden der regionalen Dialekte auseinander.
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