Die Stimmung am österreichischen Speisekartoffelmarkt bleibt gedrückt. Daran ändern auch der Monatswechsel und der durchaus zufriedenstellende Absatz im heimischen LEH nichts. Die aktuellen Vorräte in den Lägern übersteigen nach wie vor deutlich den Inlandsbedarf der kommenden Monate und die dringend notwendigen Exporte zur Marktentlastung sind angesichts des europaweiten Überangebots mehr als schwierig. Bei den Erzeugerpreisen gab es in der vergangenen Woche keine Veränderungen. Auch in den kommenden Wochen rechnen die meisten Marktteilnehmer mit keiner Möglichkeit Lagerkosten abzugelten. In Niederösterreich wird für Vertragsware und für Premiumqualitäten bis zu 20 EUR/100 kg bezahlt, wobei Risikoabschläge und Abzüge für Logistikaufwände sowie Exportmöglichkeiten in Rechnung gestellt werden. Für freie Ware liegen die Preise deutlich darunter. Aus Oberösterreich wird ein stabiles Preisniveau von meist 15 EUR/100 kg genannt.
Das Angebot ist deutlich zu hoch
Auch der deutsche Speisekartoffelmarkt startet ohne nennenswerte Impulse in den März. Das verfügbare Angebot ist trotz der mittlerweile erhöhten Absortierungen weiterhin viel zu groß. Am 31.12.2025 lagen laut Statistischem Bundesamt noch 5,23 Millionen Tonnen Kartoffeln in den deutschen Lägern und damit so viel wie noch nie. So waren in der letzten Saison die vier Millionen Tonnen zu diesem Zeitpunkt schon mehr als ausreichend. Zusätzlich erschwert die Tatsache, dass der europäische Kartoffelmarkt, sowohl in der Verarbeitung als auch im Speisesektor, kaum aufnahmebereit ist. Der leichte Anstieg beim Inlandskonsum in den letzten Wochen fällt dabei kaum ins Gewicht. Es ist zu befürchten, dass in den kommenden Monaten entsprechende Übermengen entsorgt werden müssen. Damit gibt es kaum noch Hoffnung, dass den Produzenten die entstandenen Lagerkosten abgegolten werden. Die Erzeugerpreise für gute Qualitäten lagen in der vergangenen Woche weiterhin bei 13 bis 15 EUR/100 kg.
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