Mit Frühlingsbeginn steigt alljährlich auch die Nachfrage nach Spargel. Stolze 1,7 Kilogramm werden laut AMA-Marketing alljährlich pro österreichischem Haushalt gekauft. Ein Drittel aller Verbraucher greift in der Saison bis Ende Juni zum Spargel.
Statistik Austria beziffert die Produktion im Vorjahr hierzulande auf rund 2.807 Tonnen, etwas mehr als noch 2024. Rund zwei Drittel davon entfielen auf weißen Spargel, etwa ein Drittel auf grünen Spargel. „Aktuell stammt das Angebot im Handel noch ausschließlich aus dem Ausland, österreichischer Spargel ist derzeit noch nicht verfügbar“, wird bei der AMA-Marketing im Hinblick auf den Saisonstart betont. Tatsächlich standen auch im Vorjahr der Inlandsproduktion Importe in Höhe von rund 4.300 Tonnen gegenüber. Wichtigster Exporteur nach Österreich ist Ungarn mit 31 Prozent Anteil, gefolgt von Spanien und Italien mit jeweils gut einem Viertel sowie abgeschlagen Deutschland (7 %) und Peru (3 %). „Gerade bei sensiblen Frischeprodukten wie Spargel spielt die Herkunft eine zentrale Rolle. Österreichischer Spargel steht für kurze Transportwege, Frische und nachvollziehbare Qualität. Das macht ihn zu etwas Besonderem“, weiß AMA-Marketing-Geschäftsführerin Christina Mutenthaler-Sipek.
Den Marktexperten der AMA zufolge sei der derzeit auf einer Fläche von 750 Hektar betriebene Spargelanbau generell ein „wirtschaftlich durchaus interessantes Segment“. Das große Aber ist allerdings, wie so oft, die Abhängigkeit von der Witterung, wie man informiert: „Besonders kalte Frühjahre können die Erträge teilweise deutlich reduzieren, während warme Temperaturen einen vergleichsweise frühen Saisonstart und hohe Erntemengen nach sich ziehen.“ Die ersten Erntepartien werden entsprechend, abhängig von der Güteklasse und dem gewählten Vermarktungsweg, saisontypisch am besten bezahlt. Im Vorjahr kratzte Grüner Spargel (konventionell, Klasse I) zum Erntebeginn laut AMA-Analysten an der Zehn-Euro-Marke (pro Kilogramm netto, frei Rampe). Weißer Spargel lag zeitgleich geringfügig darunter, bei etwa 9 Euro. Zu beachten ist, dass es sich hier um Einkaufspreise des Handels handelt, Importe sind in den Durchschnittspreisen mitberücksichtigt. Brancheninsidern zufolge seien die Erlöse insbesondere in der Direktvermarktung attraktiver, Erzeugerpreisniveaus aber dadurch schwerer abzuschätzen.
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