Erdäpfel

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Kartoffelmarkt KW 15/'26: Nachfrage steigt, Export schwächelt

Die Lage am österreichischen Speisekartoffelmarkt bleibt herausfordernd. Nach wie vor haben sowohl Händler als auch Landwirte einiges an Speiseware auf Lager. Der Bestandsabbau schreitet zwar stetig voran, dennoch dürften heuer nicht alle Vorräte auf dem Inlandsmarkt als Speisekartoffeln absetzbar sein. Die Nachfrage am Inlandsmarkt war zuletzt recht passabel. Das Osterwochenende und die damit verbundenen Aktionen im LEH sorgten für entsprechende Impulse. Im Export blieben die Absatzmengen trotz entsprechender Preiszugeständnisse hingegen weiter hinter den Erwartungen zurück. Die Erzeugerpreise blieben stabil auf dem Vorwochenniveau. In Niederösterreich wird für Vertragsware und für Premiumqualitäten unverändert bis zu 20 EUR/100 kg bezahlt, wobei Risikoabschläge sowie Abzüge für Logistikaufwendungen und Exportmöglichkeiten in Rechnung gestellt werden. Für freie Ware liegen die Preise deutlich darunter. Aus Oberösterreich wird ein stabiles Preisniveau von meist 15 EUR/100 kg genannt.

Regional unterschiedliche Lage

Am deutschen Speisekartoffelmarkt sorgte das Osterwochenende kurzfristig für eine spürbar belebte Nachfrage und steigende Absatzzahlen. Rege Nachfrage wurde unter anderem auch aus der Gastronomie in den Urlaubsregionen gemeldet. Demgegenüber steht ein weiterhin mehr als ausreichendes Speisekartoffelangebot. Vor allem in Norden und Osten Deutschlands scheint eine Räumung der Vorräte bis zum Vermarktungsende fraglich. In Süd- und Westdeutschland ist die Lage etwas entspannter. Verschärft wird die Situation dadurch, dass der deutsche LEH mittlerweile die ersten Frühkartoffeln aus dem Mittelmeerraum ins Sortiment aufgenommen hat. Diese zusätzliche Konkurrenz drückt vorrangig auf die Absatzmöglichkeiten im Premiumsegment. Bei den Erzeugerpreisen waren zuletzt keine größeren Veränderungen erkennbar. Im Bundesdurchschnitt wird für gute Qualitäten offiziell weiterhin meist 12 bis 14 EUR/100 kg bezahlt. Für Exportgeschäfte oder Sonderaktionen im LEH liegen die Preise weit darunter.

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