Bäuerinnen präsentieren ihre Produkte.

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Fleisch: bewusster Konsum tut Erzeugern und Konsumenten gut

Auf den Wert von Fleisch in der Ernährung wollen Oberösterreichs Bäuerinnen anlässlich des heutigen Weltfleischtags aufmerksam machen. Ebenso auf dessen Bedeutung für die bäuerliche Landwirtschaft.

Für einen bewussten und verantwortungsvollen Konsum von Fleisch plädieren die heimischen Bäuerinnen – nicht nur in ihrer Rolle als Produzentinnen, sondern auch als Lebensmittelbotschafterinnen. Schließlich wird Fleisch in Österreich ebenso bewusst und verantwortungsvoll produziert, nämlich unter – international betrachtet – höchsten Standards.

Zum Weltfleischtag am 26. Februar rückt heuer das Schweinefleisch in den Mittelpunkt. So luden etwa die Welser Bäuerinnen am vergangenen Samstag in das „Max.Center“ nach Wels, wo Landesbäuerin Johanna Haider, Bezirksbäuerin Margit Ziegelbäck sowie die Ortsbäuerinnen Maria Mittermayr und Petra Wimmer das Gespräch mit Konsumenten suchten. Neben Information und Aufklärung wurden auch Kostproben von Speck aus bäuerlicher Produktion geboten.

Bewusster Konsum zeugt von Verantwortung

Ins Leben gerufen wurde der Weltfleischtag, um auf die Bedeutung einer nachhaltigen Fleischproduktion und eines bewussten Einkaufs hinzuweisen. Konsumenten sollen sich mit Herkunft, Qualität und Produktionsbedingungen auseinandersetzen. Gerade in Oberösterreich, einem der stärksten Schweinebundesländer Österreichs mit rund 2.000 Haupterwerbs-Schweinehaltungsbetrieben, spielt die Branche eine zentrale Rolle für Wertschöpfung und Versorgungssicherheit.

Landesbäuerin Johanna Haider betont: „Der Weltfleischtag führt uns vor Augen, welch zentrale Rolle Fleisch seit jeher in unserer Ernährung einnimmt. Umso entscheidender ist es, bewusst zu wählen und auf Qualität zu achten. Wer sich für Fleisch aus Oberösterreich entscheidet, entscheidet sich für Verantwortung, für Transparenz und für eine Produktion nach höchsten Standards.“

Die heimischen Schweinebäuerinnen und -bauern stehen für hohe Produktionsstandards, kurze Transportwege und streng kontrollierte Qualität. Gleichzei­tig sieht sich die Branche mit gro­ßen Herausforderungen konfrontiert. Fehlende Planungssi­cherheit und Unsicherheit bei langfristigen Rahmenbedingun­gen erschweren notwendige In­vestitionen. „Unsere Betriebe brauchen Verlässlichkeit. Wer Tierwohl weiterentwickeln will, muss auch stabile gesetzliche Grundlagen garantieren“, so Haider.

Regionaler Einkauf stärkt die Landwirtschaft

Bezirksbäuerin Margit Ziegelbäck appelliert an die Konsumenten: „Mit jedem Einkauf wird eine Entscheidung getroffen – nicht nur für ein Produkt, sondern für eine Form der Landwirtschaft. Wer bewusst zu österreichischem Fleisch greift, stärkt bäuerliche Familienbetriebe und trägt zur regionalen Wertschöpfung bei. Besonders empfehlenswert ist der Kauf direkt bei unseren Direktvermarktern: Dort stehen Frische, nachvollziehbare Herkunft und höchste Qualität im Mittelpunkt. Orientierung bietet zudem das AMA-Gütesiegel, das klar für den Ursprung aus Österreich steht und Vertrauen schafft.“

Arbeit wertschätzen und Wissen weitergeben

Wie viel Handwerk und Wissen hinter der Produktion stecken, zeigten die Ortsbäuerinnen. Petra Wimmer hält selbst Schweine am Hof, schlachtet für den Eigenbedarf und selcht ihren Speck traditionell. „Der schmeckt besser als jeder gekaufte. Das ist Wertschätzung unserer Tiere und unserer eigenen Arbeit“, sagt sie. Besonders wichtig ist ihr, das Wissen darüber weiterzugeben, damit diese Traditionen nicht verloren gehen. Maria Mittermayr betreibt eine Direktvermarktung von Bio-Schweinefleisch und ist mit der Nachfrage sehr zufrieden. Bei ihr wird das Schwein „nose to tail“ verarbeitet. „Unsere Kunden schätzen die Transparenz und die Vielfalt. Das ganze Tier zu verwerten, ist für uns selbstverständlich“, betont Mittermayr.

Ein klares Zeichen

Ein bewusster Einkauf hat unmittelbare Auswirkungen auf die heimische Produktion. Wer zu regionalem Schweinefleisch greift, stärkt bäuerliche Familienbetriebe und sichert Arbeitsplätze im ländlichen Raum. Der Weltfleischtag 2026 setzt damit ein klares Zeichen für Qualität, Regionalität und eine zukunftsfähige Schweinehaltung.

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