In Tirol wird jede fünfte Landwirtschaft von einer Frau geführt. Das sind 2.168 Betriebe - Tendenz steigend. Österreichweit gesehen ist dieser Anteil etwas höher: 36 % der Betriebe sind weiblich geführt, was EU-weit der zweithöchste Anteil ist. Landesbäuerin Helga Brunschmid freut sich über diese Entwicklung: „Viel wichtiger ist mir allerdings, dass viele Frauen die Möglichkeiten erkennen, die ein Bauernhof bietet und sich so ein Einkommensstandbein bzw. ihren individuellen Arbeitsplatz am Bauernhof schaffen. Dazu braucht es eine partnerschaftliche Zusammenarbeit in der Familie auf Augenhöhe.“
Bildung ist weiblich
Wie in anderen Berufen, ist auch in der Landwirtschaft die Aus- und Weiterbildung ein entscheidender Faktor für den betrieblichen Erfolg. Die zentrale Anlaufstelle für alle Belange der land- und forstwirtschaftlichen Berufsausbildung ist die Lehrlings- und Fachausbildungsstelle (LFA). Deren Geschäftsführerin, Nikola Kirchler, berichtet über regen Zustrom: „Alle angebotenen Lehrgänge sind voll, das Interesse an der Land- und Forstwirtschaft ist ungebrochen groß. Besonders erfreulich ist auch, dass wir in vielen früher stark männlich dominierten Berufsbildern einen stetig wachsenden Anteil an Absolventinnen verzeichnen – und das auf allen Ebenen.“
Das Internationale Jahr der Bäuerinnen
Die Vereinten Nationen (UN) haben das Jahr 2026 zum „Internationalen Jahr der Bäuerinnen“ erklärt.
Neben Veranstaltungen und Kooperationen in den sozialen Medien sollen folgende Aktionen der LK Bäuerinnen Tirol das Bewusstsein stärken:
Spendenprojekt „Bildung schafft Zukunft“ gemeinsam mit einer Tiroler Bäuerin in Kabirago, Uganda
Teilnahme am Frauenlauf mit dem Ziel, das tirolweit größte Team zu sein
Von der Theorie in die Praxis
Auch Martina Gutleben bestätigt den hohen Stellenwert von Bildung in der Landwirtschaft. Sie führt seit 2020 den vielfältigen Familienbetrieb in Ranggen mit Obst- und Weinbau, Hofladen und Hofschank. „In unserer Familie mit fünf Töchtern habe ich als jüngste Tochter einen großen Teil des Betriebes übernommen. Dazu habe ich eine fundierte Ausbildung in der Landwirtschaft absolviert – Fachwissen, Engagement und Führung liegen somit in weiblicher Hand. Als damals einzige Frau in der Meisterausbildung weiß ich aus eigener Erfahrung, welche Bedeutung und Verantwortung Frauen in der Landwirtschaft tragen – und wie sehr sich ihre Rolle im Wandel befindet.“
Copyright © Bauernzeitung
Dass Bäuerin zu sein nicht nur ein Beruf, sondern eine Berufung ist, bestätigt Familie Gutleben.
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