Honigglaeser etikettieren

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Die Herkunftskennzeichnung für Honig ist nun fix

Seit längerem wird über eine transparente Herkunftskennzeichnung bei Honig diskutiert. Nun wurde die entsprechende EU-Richtlinie national umgesetzt. Künftig müssen bei Mischhonigen alle Ursprungsländer samt Prozentanteilen am Etikett angegeben werden. Allgemeine Angaben wie „Mischung von Honig aus EU- und Nicht-EU-Ländern“ entfallen. Ziel sei mehr Transparenz für Konsumenten, stärkerer Verbraucherschutz und fairere Wettbewerbsbedingungen für heimische Imker. Bauernbund-Präsident Georg Strasser dazu: „Das ist ein wichtiger Schritt, den wir lange gefordert haben. Wer Honig kauft, soll klar erkennen können, woher er kommt. Das schafft Vertrauen und unterstützt unsere österreichischen Imker im fairen Wettbewerb“. Maßgeblich für die Umsetzung der Richtlinie eingesetzt hat sich der EU-Parlamentarier Alexander Bernhuber. Er betont: „Dies ist ein positives Beispiel dafür, wie funktionierende Herkunftskennzeichnung bei Honig in der Praxis aussehen kann“. Dem schließt sich auch Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig an: „Die klare Herkunftskennzeichnung ist entscheidend, da immer mehr importierter Honig auf den europäischen Markt drängt und heimische Qualitätsprodukte dadurch unter Preisdruck geraten.“

Mehr Transparenz und Schutz vor Täuschung

Die neuen Regeln verpflichten zur genauen Angabe der Herkunftsländer in absteigender Reihenfolge ihres Gewichtsanteils. Hintergrund ist auch, dass Honig zu den weltweit am häufigsten gefälschten Lebensmitteln zählt. Die Kennzeichnung soll die Rückverfolgbarkeit verbessern und Konsumenten vor minderwertigen Importen schützen. Wolfgang Pointecker, Obmann von Biene Österreich, sagt: „Wir stehen für volle Transparenz und gegen die Täuschung am Frühstückstisch“. LK-Österreich-Präsident Josef Moosbrugger ergänzt: „Die Imkerinnen und Imker haben schwierige Jahre am Markt hinter sich, weil die Importe von Honig aus Drittstaaten den Markt dominiert und teilweise ruiniert haben. Österreich folgt nun der Umsetzung, die bereits in Deutschland gewählt worden ist.“ Für die rund 33.000 Imkerinnen und Imker in Österreich bringt die Neuregelung Rückenwind. Klare Herkunftsangaben sollen helfen, Qualität sichtbar zu machen und faire Marktbedingungen zu sichern.

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